Wallfahrt Innsbruck, Wallfahrtskirche Mentlberg

Die erste Kapelle auf dem Mentlberg wurde 1622 an der Stelle des abgerissenen Kraidturms errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg hatte der kaiserliche Offizier Christoph II. von Khuenpach aus Holzheim eine geschnitzte Pietà mitgebracht und sie in der Mentlberger Kapelle aufgestellt. Bald entwickelte sich eine Wallfahrt zu dieser Schmerzhaftem Mutter auf der Gallwiese, die vom Kloster Wilten betreut wurde. Die heute neben dem Schloss liegende Kapelle wurde 1770 im Rokokostil von Michael Umhauser nach Entwürfen von Konstantin Johann von Walter errichtet.

Kostbarer Rokokostuck und Deckengemälde von Matthäus Günther aus 1770. Im Chor Darstellung der Kreuzabnahme, im Kirchenschiff die Kreuzigung und über der Orgelempore die Grablegung Christi.

Lage: Mentlbergstraße 23, 6020 Innsbruck.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Innsbruck
Ansicht in Street View
Web: Pfarre Maria am Gestade Innsbruck
Geöffnet: übliche Kirchenöffnungszeiten, kein Eintritt. Schmiedeeisengitter vor dem Mittelraum der Kapelle.
Außenaufnahme:

Innsbruck, Wallfahrtskirche Mentlberg

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Außenaufnahme, Innenaufnahme:

Innsbruck, Wallfahrtskirche Mentlberg

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Das Gnadenbild steht am Hochaltar zwischen den barocken Statuen der hl. Katharina und der hl. Barbara. Am Aufsatz thront Gottvater mit Engeln und Putten.

Bemerkenswerte Siebenschläfer-Gruppe im Vorraum. Nach der Legende waren es sieben christliche Brüder, die bei der Verfolgung durch Decius in eine Höhle bei Ephesus flüchteten und dort eingemauert wurden. Durch ein Wunder in einen zweihundert Jahre währenden Schlaf versetzt, bezeugten sie im Erwachen die leibliche Auferstehung von den Toten.

Innsbruck, Wallfahrtskirche Mentlberg, Gnadenbild Pietà Mater Dolorosa

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Literatur zur Wallfahrt:
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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