Die Ochsenbergkapelle bei Mutters, auch Ochsenkapelle, Waldkapelle, Lourdeskapelle oder im Zusammenhang mit der Ochsenbergquelle genannt, liegt westlich von Mutters im Waldgebiet beim Waldfriedhof. Sie gehört nicht zu den großen Tiroler Wallfahrtskirchen, sondern ist ein kleiner, stiller Gnaden- und Quellort, wie er für die lokale Volksfrömmigkeit besonders bezeichnend ist. Die Kapelle wurde 1895 aufgrund eines Gelübdes von Anton Pfurtscheller, dem damaligen Holerbauern, errichtet und 1896 geweiht; Anlass war nach der Überlieferung der Dank für die Heilung seiner Frau. Die Kapelle ist ein kleiner einjochiger Bau mit fünfseitig geschlossenem Chor; im Inneren befindet sich eine vergitterte Lourdesgrotte. Damit steht sie in jener Lourdesfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts, die sich auch in Tirol stark verbreitete: Maria wird als Helferin in Krankheit, Not und persönlicher Bedrängnis angerufen. Der Ort ist daher weniger durch eine große Wallfahrtslegende geprägt als durch Gelübde, Dank, Bitte und stille Andacht. Besonders wichtig ist die nahe Ochsenbergquelle. Sie liegt nach den Angaben zu den heiligen Quellen etwa 15 Minuten oberhalb der Ochsenkapelle im Wald und wurde von der Bevölkerung schon lange aufgesucht. Der Weg führt durch Waldgelände vom Waldfriedhof aus als etwa dreißigminütigen Fußweg zur Quelle. Dadurch bildet die Kapelle zusammen mit der Quelle einen kleinen Wallfahrtsraum: Kapelle, Waldweg, Wasser und Gebet gehören hier zusammen. Man könnte diesen Ort daher vorsichtig als Quellheiligtum mit Wallfahrtscharakter beschreiben. Eine kleine Mutterer Waldandacht. |
|
| | Lage: bei Birchfeld 37b, 6162 Mutters. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tirol - Innsbruck-Land |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarre Mutters |
| | Geöffnet: |
| | Derzeit leider kein Foto vorhanden! |
| | Literatur zur Wallfahrt: |
| Zurück zur Übersicht: Wallfahrt in Innsbruck-Land | |
| Zurück zur Übersicht: Wallfahrt in Tirol | |
| Zurück zur Gesamtübersicht Wallfahrt | |
| Wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit mit Text- oder Bildzusendungen. |
|
Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |