Weichselbaum, Wallfahrtskirche Maria Bild

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Wallfahrt:Marienwallfahrt, die 1749 aus einem Andachtsbild an einem Baum hervorging und sich zu einem regionalen Wallfahrtsort entwickelte.
Status:Keine erloschene Wallfahrt; Einzelpilger und Gruppen besuchen Maria Bild weiterhin.
Kultzentrum:Kopie des Gnadenbildes von Pócs/Máriapócs am Hochaltar; zur Gründungsüberlieferung gehört auch das erhaltene Baumstück.
Ort:Maria Bild bei Weichselbaum.
Bezirk:Jennersdorf.
Bundesland:Burgenland.
Lage und Besuch
Lage: Maria Bild a.W. 1, 8382 Maria Bild am Weichselbaum
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Burgenland
Ansicht in Street View
Web: Pfarre Maria Bild am Weichselbaum
Öffnungszeiten: nicht veröffentlicht. Bei weiter Anreise sicherheitshalber bei der Pfarre anfragen.
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Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

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Außenansicht:

Weichselbaum, Wallfahrtskirche Maria Bild

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Innenansicht:

Weichselbaum, Wallfahrtskirche Maria Bild

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Deckenmalerei Gründungslegende Wallfahrtskirche Maria-Bild:
Deckenmalerei in der kleinen Wallfahrtskirche Maria-Bild im Südburgenland. Sie beherbergt eine Kopie des Maria-Pötsch-Bildes, das im Wiener Stephansdom verehrt wird. Ein Zisterziensermönch befestigte es hier an einem Baum zur Verehrung. Das Deckengemälde zeigt die Gründungslegende.
Sie erzählt, dass Bewohner das Bild ins Tal brachten. Am nächsten Tag war es aber wieder an seinem angestammten Platz auf dem Baum. Nachdem sich dieser Vorgang mehrmals wiederholt hatte, baute man an dieser Stelle eine Kapelle und 1791–1793 das Kirchlein Maria-Bild.

Weichselbaum, Wallfahrtskirche Maria Bild

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Ausführliche Beschreibung

Die Wallfahrtskirche Maria Bild bei Weichselbaum im südlichen Burgenland gehört zu jenen Wallfahrtsorten, deren Entstehung sich besonders anschaulich aus einem zunächst unscheinbaren Andachtsplatz in freier Landschaft entwickelte. Am Anfang standen weder Kirche noch Kloster, sondern ein kleines Marienbild an einem Baum, vor dem Bauern und Waldarbeiter auf ihren täglichen Wegen innehielten und beteten. Aus diesem Platz entstand zunächst eine Kapelle, später eine Pfarre und schließlich die heutige Wallfahrtskirche; selbst die um das Heiligtum entstandene Siedlung erhielt von dem verehrten Marienbild ihren Namen.

Das Gnadenbild ist eine Kopie der berühmten Madonna von Pócs, dem heutigen Máriapócs in Ungarn. Das dortige, byzantinisch geprägte Marienbild hatte 1696 große Bekanntheit erlangt, nachdem Tränen an den Augen der Gottesmutter beobachtet worden sein sollen. Kaiser Leopold I. ließ das Original daraufhin nach Wien bringen, wo es seit 1697 im Stephansdom verehrt wird. Zahlreiche Kopien dieses Bildes verbreiteten den Pötscher Marienkult weit über seinen ursprünglichen Wallfahrtsort hinaus. Eine dieser Kopien wurde zum Ausgangspunkt der Wallfahrt von Maria Bild.

Das Marienbild am Baum

Die unmittelbare Geschichte des Wallfahrtsortes beginnt im Jahr 1749. Pater Gerhard Hauer, der im Gebiet des Raabtales seelsorglich tätig war, brachte aus Wien eine Kopie des Pötscher Marienbildes mit. Er befestigte das Bild auf einer Anhöhe an einem Baum und suchte diesen Platz selbst zum Gebet auf.

Bald begannen auch Bauern, Waldarbeiter und andere Menschen, die hier vorüberkamen, vor dem Marienbild innezuhalten. Sie knieten nieder, verrichteten ihre Gebete und machten den zunächst privaten Andachtsplatz durch die Wiederholung dieser religiösen Handlung allmählich zu einem öffentlich wahrgenommenen Kultort.

Gerade dieser Ursprung ist volkskundlich bemerkenswert. Ein heiliger Ort entsteht hier nicht durch eine kirchliche Stiftung oder einen repräsentativen Sakralbau, sondern durch die alltägliche religiöse Praxis von Menschen, die auf ihren Arbeits- und Verkehrswegen an einem Bild in der Landschaft vorbeikommen. Erst die Verehrung schafft den besonderen Ort, dem später die gebaute Kirche folgt.

Das Bild kehrt an seinen Platz zurück

Mit der Entstehung des Wallfahrtsortes verbindet sich eine typische Gründungslegende. Ein Holzarbeiter soll das Marienbild wiederholt von seinem Baum genommen und ins Tal gebracht haben. Auf unerklärliche Weise sei das Bild jedoch jedes Mal wieder an seinen ursprünglichen Platz auf der Anhöhe zurückgekehrt.

Schließlich wurde diese wiederholte Rückkehr als Zeichen verstanden, dass die Gottesmutter selbst den Platz ihres Bildes bestimmt habe. Man ließ die Darstellung an ihrem Ort und errichtete zu ihrem Schutz eine kleine Kapelle.

Die Erzählung gehört zu einem in europäischen Wallfahrtslegenden weit verbreiteten Typus des Standortwunders. Ein Bild oder eine Statue lässt sich nicht dauerhaft an jenen Platz bringen, den Menschen dafür vorgesehen haben, sondern kehrt wiederholt an einen bestimmten Ort zurück. Dadurch wird der spätere Standort des Heiligtums sakral legitimiert: Nicht menschliche Zweckmäßigkeit, sondern der Wille der verehrten Heiligen beziehungsweise der Gottesmutter selbst soll den Bauplatz bestimmt haben.

Solche Überlieferungen sind zugleich religiöse Erklärungen der Landschaft. Sie beantworten die Frage, weshalb eine Kapelle oder Kirche gerade an einem bestimmten, mitunter abgelegenen Platz steht.

Das Baumstück hinter dem Hochaltar

Eine besondere Bedeutung besitzt in Maria Bild der Baum, an dem das Gnadenbild der Überlieferung zufolge ursprünglich befestigt war. Als das Marienbild später in die neu errichtete Kirche übertragen wurde, blieben Teile dieses Baumes erhalten und wurden in das Heiligtum einbezogen.

Bis heute wird hinter beziehungsweise im Bereich des Hochaltares ein Holzstück gezeigt, das nach örtlicher Überlieferung von jenem ursprünglichen Baum stammt, an dem Pater Gerhard Hauer 1749 das Marienbild angebracht hatte. Damit ist die Gründungserzählung des Wallfahrtsortes nicht nur in schriftlicher und mündlicher Überlieferung vorhanden, sondern wird durch einen materiellen Gegenstand im Kirchenraum vergegenwärtigt.

Volkskundlich besitzt dieses Baumstück eine besondere Qualität. Es handelt sich nicht um eine Reliquie im kirchenrechtlichen Sinn, wohl aber um ein Erinnerungsstück, dessen Bedeutung sich aus dem unmittelbaren Kontakt mit dem Ursprungsort des Gnadenbildes ergibt. Der Baum war der erste Träger des Bildes, lange bevor ein Altar und eine Kirche bestanden. Mit seiner teilweisen Übertragung in das neue Heiligtum wurde gewissermaßen auch ein Stück des ursprünglichen Kultplatzes in die Kirche hineingenommen.

Dadurch entstand eine bemerkenswerte Kontinuität zwischen Landschaft und Sakralbau. Der alte Baumplatz verschwand nicht vollständig hinter der späteren Architektur, sondern blieb symbolisch und materiell im Heiligtum gegenwärtig. Das kleine Holzstück hinter dem Hochaltar erinnert damit bis heute daran, dass die Wallfahrt nicht in einer Kirche, sondern unter freiem Himmel an einem Baum ihren Anfang genommen hatte.

Vom Andachtsplatz zum Wallfahrtsort

Die Verehrung des Marienbildes nahm zu, und immer mehr Menschen kamen zu dem kleinen Heiligtum. Aus dem Bild am Baum wurde ein regionaler Wallfahrtsplatz. Auch Ansiedlungen entstanden in seiner Umgebung; schließlich ging die Bezeichnung "Maria Bild" auf den gesamten Ort über.

Dieser Vorgang ist besonders bemerkenswert, weil hier nicht eine bereits bestehende Siedlung irgendwann eine Wallfahrtskirche erhielt, sondern das Gnadenbild selbst zur Ausbildung eines neuen religiösen und siedlungsgeschichtlichen Mittelpunktes beitrug. Der Name des Ortes bewahrt bis heute die Erinnerung an das Bild, mit dem seine Entwicklung begonnen hatte.

Die Zisterzienser von Szentgotthárd und Heiligenkreuz

Die kirchliche Entwicklung von Maria Bild steht in enger Verbindung mit der Zisterzienserabtei Szentgotthárd, dem deutschen St. Gotthard, im heutigen Ungarn. Das Kloster ist wesentlich älter als die Wallfahrt von Maria Bild: Es wurde bereits 1183 von König Béla III. von Ungarn gegründet und mit Zisterziensern besiedelt.

Nach wechselvoller Geschichte und einer langen Unterbrechung des klösterlichen Lebens wurde Szentgotthárd im Jahr 1734 mit dem österreichischen Stift Heiligenkreuz verbunden und von Zisterziensern aus Heiligenkreuz wiederbesiedelt. Von Szentgotthárd aus übernahmen die Heiligenkreuzer Mönche auch umfangreiche seelsorgliche Aufgaben im Raabtal.

In diesem kirchlichen Umfeld entstand wenige Jahre später die Wallfahrt von Maria Bild. Pater Gerhard Hauer gehörte zu jener geistlichen Betreuung des Raabtales, aus der heraus 1749 das Marienbild an dem späteren Wallfahrtsplatz aufgestellt wurde. Die Verbindung mit Szentgotthárd und Heiligenkreuz blieb auch für die spätere Errichtung der Pfarre und den Bau der Wallfahrtskirche von entscheidender Bedeutung.

Errichtung der Pfarre und der heutigen Kirche

Im Zuge der josephinischen Neuordnung des Pfarrwesens wurde 1787 die Pfarre Maria Bild am Weichselbaum errichtet. Der inzwischen stark besuchte Andachtsplatz erhielt damit eine dauerhafte kirchliche Organisation.

Unter Abt Marian Reutter von Heiligenkreuz und Szentgotthárd entstand die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche. Der Bau wurde 1793 vollendet. Am 2. Juli desselben Jahres, dem damaligen Fest Mariä Heimsuchung, wurde das Gnadenbild feierlich in die neue Kirche übertragen. Gemeinsam mit ihm gelangten nach der örtlichen Überlieferung auch Teile jenes Baumes in die Kirche, an dem das Bild ursprünglich verehrt worden war.

Das Patrozinium Mariä Heimsuchung knüpft damit zugleich an den Tag der feierlichen Übertragung des Gnadenbildes an.

Die Kirche ist ein einschiffiger Saalbau mit halbrund geschlossenem Chor. Der Turm besaß ursprünglich einen barocken Zwiebelhelm, der im 19. Jahrhundert wegen Baufälligkeit durch einen Spitzhelm ersetzt wurde. In ihrer zurückhaltenden Architektur unterscheidet sich die Kirche deutlich von den großen barocken Wallfahrtsbasiliken des nördlichen Burgenlandes und entspricht damit auch dem ursprünglich ländlichen Charakter des Wallfahrtsortes.

Das Gnadenbild

Das kleine Marienbild befindet sich heute im Zentrum des Hochaltares. Es ist von einem kostbaren goldfarbenen Rahmen und einem Strahlenkranz umgeben und bildet trotz seiner vergleichsweise geringen Größe den eindeutigen optischen Mittelpunkt des Altarraumes.

Ikonographisch geht die Darstellung auf das berühmte Gnadenbild von Pócs zurück. Maria hält das Jesuskind und weist zugleich auf Christus, womit das Bild dem byzantinischen Typus der Hodegetria, der "Wegweiserin", nahesteht.

Für die Geschichte von Maria Bild ist allerdings weniger die bloße Kopie des berühmten Vorbildes entscheidend als die eigenständige Kulttradition, die sich um dieses Bild entwickelte. Während beim ursprünglichen Gnadenbild von Pócs beziehungsweise dem später nach Wien übertragenen Original das Tränenwunder von 1696 im Mittelpunkt stand, entstand in Maria Bild mit der wunderbaren Rückkehr des Bildes an seinen Baum eine neue lokale Gründungslegende.

Eine Kopie eines berühmten Gnadenbildes wurde damit nicht lediglich zum Stellvertreter des Originals, sondern entwickelte eine eigene Geschichte und einen eigenen Wallfahrtskult.

Das ehemalige Hochaltarbild

Die Kirche besaß ursprünglich auch ein großes Hochaltarbild mit der Darstellung der Heimsuchung Mariens. Es wurde Franz Anton Maulbertsch zugeschrieben und stellte damit ein bedeutendes Werk der spätbarocken Kirchenkunst dar.

Dieses Gemälde wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört. Auch die Kirche selbst erlitt schwere Schäden und musste anschließend wiederhergestellt werden.

Der Hochaltar wurde im Lauf der Zeit mehrfach verändert und aus Bestandteilen verschiedener Epochen zusammengesetzt. Ungeachtet dieser Veränderungen blieb das kleine Gnadenbild der eigentliche religiöse Mittelpunkt des Heiligtums.

Von Pócs über Wien nach Maria Bild

Die Geschichte des Gnadenbildes zeigt exemplarisch, wie sich Wallfahrtskulte durch Bildkopien über große Räume verbreiteten. Ausgangspunkt war die Madonna von Pócs im damaligen Königreich Ungarn. Das nach dem Tränenwunder berühmt gewordene Original gelangte nach Wien und wurde im Stephansdom zu einem bedeutenden Gnadenbild der habsburgischen Residenzstadt. Von dort aus verbreiteten sich wiederum Kopien in verschiedene Regionen.

Eine solche Kopie gelangte schließlich nach Maria Bild.

Damit lässt sich eine bemerkenswerte Kultwanderung nachzeichnen: Pócs – Wien – Maria Bild.

Die Heiligkeit eines Gnadenortes wurde in der frühneuzeitlichen Volksfrömmigkeit nicht ausschließlich an das einmalige materielle Original gebunden. Kopien konnten an der Gnadenwirkung und am religiösen Ansehen des Vorbildes teilhaben und an anderen Orten selbst zum Ausgangspunkt neuer Wallfahrten werden.

Gerade Maria Bild zeigt aber auch, dass solche Tochterheiligtümer keineswegs bloße Wiederholungen ihres Vorbildes blieben. Sie entwickelten eigene Wundererzählungen, eigene Wallfahrtsgewohnheiten und schließlich eine eigene lokale Identität.

Bauern, Waldarbeiter und ländliche Volksfrömmigkeit

Besonders charakteristisch für Maria Bild ist die Überlieferung, dass Bauern und Waldarbeiter zu den ersten Menschen gehörten, die vor dem Bild am Baum beteten. Der Ursprung der Wallfahrt liegt damit unmittelbar in der bäuerlichen Arbeits- und Lebenswelt.

Das Marienbild befand sich zunächst nicht innerhalb eines abgegrenzten sakralen Bezirkes. Es stand in jener Landschaft, in der die Menschen arbeiteten, Holz schlugen, Felder bestellten und ihre täglichen Wege zurücklegten. Der religiöse Ort war in den Alltag eingebettet.

Das wiederholte Stehenbleiben, Niederknien und Beten verwandelte einen gewöhnlichen Platz in der Landschaft schrittweise in einen sakral wahrgenommenen Raum. Darin zeigt sich eine grundlegende Erscheinung der Volksfrömmigkeit: Nicht allein die kirchliche Weihe erzeugt den heiligen Ort, sondern auch die wiederholte religiöse Handlung der Menschen.

Erst nachdem dieser Kultplatz bereits bestand, wurden Kapelle, Kirche und Pfarre geschaffen.

Wallfahrt bis zur Gegenwart

Maria Bild ist keine erloschene Wallfahrt. Die Kirche wird weiterhin von Einzelpilgern und Gruppen besucht und besitzt insbesondere für das südliche Burgenland und die angrenzenden Gebiete der Steiermark, Ungarns und Sloweniens Bedeutung.

Der Charakter der Wallfahrt ist heute überwiegend ruhig und von persönlicher Einkehr geprägt. Damit unterscheidet sich Maria Bild von großen Wallfahrtszentren mit umfangreichem Fest- und Pilgerbetrieb, steht aber zugleich erstaunlich nahe bei seinen eigenen Ursprüngen: Schon die ersten Verehrer waren einzelne Menschen, die vor einem Marienbild in der Landschaft innehielten und beteten.

In neuerer Zeit entstandene Pilger- und Meditationswege in der Umgebung knüpfen an diese Tradition an und verbinden Kirche, Landschaft und persönliche Andacht.

Volkskundliche Bedeutung

Maria Bild ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie aus einem einfachen Andachtsplatz ein dauerhafter Wallfahrtsort entstehen konnte. Am Beginn steht ein bereits berühmter Bildtypus, der durch eine Kopie in eine neue Landschaft übertragen wird. Erst dort erhält dieses Bild jedoch seine eigentliche lokale Identität.

Die Überlieferung von der wunderbaren Rückkehr an den ursprünglichen Baum erklärt und legitimiert den Standort des Heiligtums. Bauern und Waldarbeiter machen den Platz durch ihr regelmäßiges Gebet zum Kultort, eine Kapelle schützt das Bild, die wachsende Wallfahrt führt zur Errichtung einer Pfarre und einer größeren Kirche, und schließlich übernimmt sogar die Siedlung den Namen des Gnadenbildes.

Besonders eindrucksvoll ist das erhaltene beziehungsweise als solches überlieferte Baumstück hinter dem Hochaltar. In ihm wird die Gründungslegende materiell verdichtet. Die heutige Kirche bewahrt damit gleichsam einen Rest jenes ursprünglichen Landschaftsortes, aus dem sie hervorgegangen ist.

Der Weg vom Marienbild am Baum zum Mittelpunkt einer Pfarre zeigt zugleich den Übergang von individueller Andacht zu gemeinschaftlichem Kult, von Landschaft zu Architektur und von mündlicher Überlieferung zu dauerhafter religiöser Institution. Gerade deshalb gehört Maria Bild zu den volkskundlich besonders aussagekräftigen Wallfahrtsorten des Burgenlandes.

Literatur zur Wallfahrt:

- Waltraut Hauk: Wallfahrtskirche Maria Bild am Weichselbaum. Diözese Eisenstadt, Politischer Bezirk Jennersdorf, Burgenland, Österreich. Peda-Kunstführer. Passau 2016.

- Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Maria Bild zu Weichselbaum, Katholische Pfarrkirche Maria Bild.

- Diözese Eisenstadt: Maria Bild – Wallfahrtskirche und Wallfahrtsgeschichte.

- Gemeinde Weichselbaum: Wallfahrtskirche Maria Bild.

-Stift Heiligenkreuz: Geschichte der Verbindung mit der Zisterzienserabtei Szentgotthárd.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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