Lockenhaus, Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus

Schnellüberblick
Wallfahrt:Historische Marienwallfahrt mit mehreren Kultbildern; besonders die Schwarze Madonna wurde über Jahrhunderte als wundertätig verehrt.
Status:Die große historische Wallfahrt ist zurückgegangen, die Kirche bleibt jedoch Pfarr- und Wallfahrtskirche und wird weiterhin von Pilgern besucht.
Kultzentrum:Schwarze Madonna in der Krypta, Gnadenbild der "Mutter vom guten Rat" und Darstellung der "Magna Mater Hungariae".
Ort:Lockenhaus.
Bezirk:Oberpullendorf.
Bundesland:Burgenland.
Lage und Besuch
Lage: Hauptplatz 6, 7442 Lockenhaus.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Burgenland
Ansicht in Street View
Web: Pfarre Lockenhaus

Öffnungszeiten: sollte tagsüber frei zugänglich sein.
Für eine gezielte Besichtigung, insbesondere der Krypta, empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Pfarre.

Direkt zum Inhalt
Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

Bilddokumentation

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Der Hochaltar der Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Hochaltar

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Das Gnadenbild der Wallfahrtskirche St. Nikolaus:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Gnadenbild

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Die Krypta mit der Schwarzen Madonna:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Krypta mit der schwarzen Madonna

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Tafel bei der Schwarzen Madonna:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Tafel bei der schwarzen Madonna

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Tafel bei der Schwarzen Madonna:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Tafel bei der schwarzen Madonna

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Die Schwarze Madonna:

Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus - Die schwarze Madonna

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Ausführliche Beschreibung

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche von Lockenhaus gehört zu den bedeutenden frühbarocken Sakralbauten des mittleren Burgenlandes. Ihre Geschichte ist eng mit der katholischen Erneuerung des 17. Jahrhunderts, dem Augustiner-Eremitenorden und den Adelsfamilien Nádasdy und Esterházy verbunden. Als Wallfahrtsort besitzt Lockenhaus eine ungewöhnlich vielschichtige marianische Tradition: Nicht ein einziges Gnadenbild steht im Mittelpunkt der Überlieferung, sondern mehrere Marienbilder unterschiedlicher Herkunft und Bedeutung, unter ihnen die sogenannte Schwarze Madonna in der Krypta, die "Mutter vom guten Rat" und die "Magna Mater Hungariae".

Die Kirche ist den beiden Heiligen Nikolaus von Tolentino und Nikolaus von Myra geweiht. Nikolaus von Tolentino besitzt dabei durch die jahrhundertelange Betreuung der Kirche durch die Augustiner eine besondere Bedeutung.

Die Gründung von Kirche und Kloster

Die heutige Kirche entstand im Zuge der Gegenreformation unter Graf Franz III. Nádasdy, einem der mächtigsten ungarischen Magnaten seiner Zeit. Nádasdy stiftete 1655 in Lockenhaus ein Kloster für die Augustiner-Eremiten und ließ unmittelbar damit verbunden eine große neue Kirche errichten.

Am 2. Juli 1656 wurde der Grundstein gelegt. Mit der Bauleitung war der aus dem oberitalienischen Raum stammende Baumeister Pietro Orsolini betraut. Schwierigkeiten während der Bauarbeiten, darunter Rissbildungen am Gebäude, verzögerten die Fertigstellung. Am 15. September 1669 konnte die Kirche schließlich geweiht werden.

Die Augustiner-Eremiten übernahmen die Seelsorge und prägten Lockenhaus bis zu ihrem Abzug im Jahr 1820. Ihre Spiritualität hinterließ deutliche Spuren in der Ausstattung und in der Entwicklung der Wallfahrt.

Der Kirchenraum gehört zu den eindrucksvollsten frühbarocken Anlagen des mittleren Burgenlandes. Der Grundriss nähert sich einem langgestreckten griechischen Kreuz; der hohe Zentralraum und die mächtigen Gewölbe verleihen dem Inneren eine für eine vergleichsweise kleine Marktgemeinde überraschend monumentale Wirkung.

Die Schwarze Madonna

Für die historische Wallfahrt war insbesondere die sogenannte Schwarze Madonna von Bedeutung. Die aus Lindenholz geschnitzte Marienfigur befindet sich heute in der Krypta der Kirche und dürfte aus dem 17. Jahrhundert stammen. Ihre genaue Herkunft ist nicht geklärt.

Die Figur stellt Maria als Unbefleckte Empfängnis dar und galt in der Bevölkerung als wundertätig. Die dunkle Erscheinung führte zur volkstümlichen Bezeichnung "Schwarze Madonna", ohne dass sie dem klassischen Typus der Schwarzen Madonnen von Loreto oder Einsiedeln entsprechen muss.

Eine entscheidende Förderung erhielt ihre Verehrung durch Fürst Paul I. Esterházy, nachdem die Herrschaft Lockenhaus in den Besitz seiner Familie gelangt war. Esterházy, der zahlreiche Marienwallfahrten innerhalb seiner westungarischen Herrschaften unterstützte oder neu begründete, erklärte Maria zur besonderen Schutzfrau der Herrschaft und förderte ausdrücklich auch die Wallfahrt nach Lockenhaus.

Er selbst soll der Schwarzen Madonna besonders verbunden gewesen sein. Unter seiner Förderung entwickelte sich eine regelmäßige Wallfahrt, die über Jahrhunderte hinweg fortbestand. Zu den bedeutenden Wallfahrtsterminen gehörte besonders das Fest des hl. Nikolaus von Tolentino am 10. September.

Die organisierte Wallfahrt zur Schwarzen Madonna wurde bis weit in das 20. Jahrhundert hinein gepflegt. Noch heute kommen Pilger nach Lockenhaus, darunter auch Gruppen aus dem benachbarten Ungarn und aus anderen Teilen des Burgenlandes.

Die "Mutter vom guten Rat"

Eine zweite bedeutende marianische Kulttradition verbindet sich mit dem Bild der "Mutter vom guten Rat". Das Gnadenbild befindet sich im Bereich des Hochaltares und steht in engem Zusammenhang mit der Spiritualität der Augustiner.

Die Verehrung Mariens als "Mutter vom guten Rat" geht auf das berühmte Augustinerheiligtum von Genazzano bei Rom zurück. Dort wird seit dem 15. Jahrhundert ein Marienbild verehrt, dessen Kult sich besonders durch die Niederlassungen des Augustinerordens verbreitete.

Dass diese Marienanrufung auch in Lockenhaus große Bedeutung gewann, ist daher unmittelbar aus der jahrhundertelangen Betreuung der Kirche durch die Augustiner zu verstehen. Das Bild verkörpert nicht nur eine lokale Wallfahrtstradition, sondern verbindet Lockenhaus mit einem weit größeren europäischen Netz augustinischer Marienverehrung.

Die Bezeichnung besitzt bis heute Bedeutung. Der heutige Seelsorgeraum trägt den Namen "Zur Mutter vom guten Rat" und bewahrt damit eine religiöse Tradition, die wesentlich älter ist als die heutige Pfarrorganisation.

Die "Magna Mater Hungariae"

Ein weiteres bedeutendes Marienbild zeigt Maria als "Magna Mater Hungariae", als Große Mutter beziehungsweise Schutzfrau Ungarns. Maria erscheint dabei im ungarischen Krönungsornat und verkörpert jene enge Verbindung von Marienverehrung und ungarischer Landesfrömmigkeit, die für zahlreiche Kirchen des historischen Westungarn charakteristisch war.

Diese Darstellung ist für Lockenhaus von besonderer Bedeutung. Der Ort, ungarisch Léka, gehörte bis in das 20. Jahrhundert zum Königreich Ungarn. Die religiöse Geschichte der Kirche entwickelte sich daher innerhalb einer westungarischen Kulturlandschaft, deren deutsch-, kroatisch- und ungarischsprachige Bevölkerung durch zahlreiche gemeinsame Wallfahrten und Heiligenkulte miteinander verbunden war.

Die Verehrung Mariens als Schutzfrau Ungarns reicht tief in die ungarische religiöse Tradition zurück. Der hl. König Stephan soll sein Reich nach dem Tod seines Sohnes Emmerich der Gottesmutter anvertraut haben. Daraus entwickelte sich die Vorstellung Ungarns als "Regnum Marianum", als Reich Mariens.

Auch die Ausstattung der Lockenhauser Kirche verweist auf diese historische Identität. Am Hochaltar erscheinen die ungarischen Königsheiligen Stephan und Ladislaus und ordnen den Kirchenraum deutlich in die religiöse Tradition des alten Königreichs Ungarn ein.

Drei marianische Kultschichten

Die besondere volkskundliche Bedeutung Lockenhaus' liegt gerade darin, dass mehrere Formen der Marienverehrung nebeneinander bestehen.

Die Schwarze Madonna in der Krypta ist mit der historischen Wallfahrt und mit der Förderung durch Fürst Paul Esterházy verbunden. Die Mutter vom guten Rat verweist auf die Spiritualität und das internationale Kultnetz des Augustinerordens. Die Magna Mater Hungariae verkörpert dagegen Maria als Schutzfrau des historischen Königreichs Ungarn.

Diese drei Kultschichten müssen nicht als konkurrierende Wallfahrtsziele verstanden werden. Größere Kirchen konnten unterschiedliche Formen der Marienverehrung gleichzeitig aufnehmen, wobei einzelne Bilder für bestimmte Gruppen, Zeiten und Gebetsanliegen besondere Bedeutung erhielten.

Gerade darin unterscheidet sich Lockenhaus von Wallfahrtsorten, deren gesamte Geschichte um ein einziges Gnadenbild aufgebaut ist.

Das Rattersdorfer Marienbild

Eine weitere bemerkenswerte Verbindung besteht zur nahegelegenen Wallfahrtskirche von Rattersdorf. Nach historischer Überlieferung soll dort bereits vor der Reformation ein Bild der stillenden Gottesmutter, eine Maria lactans, verehrt worden sein.

Während der protestantischen Zeit wurde dieses Bild offenbar aus der Rattersdorfer Kirche entfernt. Über Zwischenstationen soll es schließlich nach Lockenhaus gelangt und dort im Mönchsoratorium der Augustiner aufbewahrt worden sein. In älteren Nachrichten wird es sogar als das "wahre Gnadenbild aus Rattersdorf" bezeichnet.

Diese Überlieferung darf allerdings nicht mit den heute besonders verehrten Lockenhauser Marienbildern vermengt werden. Für eine Gleichsetzung mit der Schwarzen Madonna oder der Mutter vom guten Rat gibt es keinen belastbaren Hinweis. Vielmehr scheint damit eine weitere, eigenständige historische Bildtradition innerhalb des Lockenhauser Klosters greifbar zu werden.

Gerade diese Verbindung zeigt jedoch, wie eng die Wallfahrtsorte des westungarischen Raumes miteinander verflochten waren. Kultbilder konnten ihren Standort wechseln, durch religiöse Umbrüche verdrängt und später an anderen Orten bewahrt werden.

Der Hochaltar

Der monumentale Hochaltar beherrscht den Chorraum. Sein Hauptbild wurde 1675 von Georg Kéry geschaffen und zeigt die beiden Kirchenpatrone, den hl. Nikolaus von Myra und den hl. Nikolaus von Tolentino.

Nikolaus von Myra gehört zu den populärsten Heiligen der christlichen Tradition, während Nikolaus von Tolentino als Augustinerheiliger unmittelbar auf den Orden verweist, für den Kirche und Kloster errichtet wurden.

Zum umfangreichen Figurenprogramm des Altares gehören weitere bedeutende Heilige des Augustinerordens sowie die ungarischen Königsheiligen Stephan und Ladislaus. Die Ausstattung verbindet damit Ordensfrömmigkeit, ungarische Landesheilige und die lokale kirchliche Tradition.

Bemerkenswert sind auch Gemälde des hl. Sebastian und der hl. Katharina. Nach der Überlieferung sollen ihre Gesichtszüge an den Kirchenstifter Franz III. Nádasdy und seine Gemahlin Anna Juliana Esterházy erinnern. Damit verschränken sich Heiligendarstellung und adelige Stiftermemoria.

Die Krypta und die Familie Nádasdy

Unter der Kirche befindet sich eine ausgedehnte Krypta, die als Grablege der Familie Nádasdy und später auch der Familie Draskovich sowie für Angehörige des Augustinerordens diente.

Hier befindet sich auch die Grabstätte des Kirchenstifters Franz III. Nádasdy und seiner Gemahlin Anna Juliana Esterházy. Nádasdy gehörte zu den führenden Persönlichkeiten des ungarischen Hochadels. Nach seiner Beteiligung an der sogenannten Magnatenverschwörung gegen Kaiser Leopold I. wurde er 1671 in Wien hingerichtet.

Die Krypta ist damit zugleich dynastischer Gedächtnisraum, Ordensgruft und Ort der Marienverehrung. Dass sich gerade hier auch die Schwarze Madonna befindet, führt Totengedenken und Wallfahrt räumlich unmittelbar zusammen.

Der Pilger begegnet damit nicht einem neutralen Untergeschoss der Kirche, sondern einem Raum, in dem adelige Memoria, Tod, Fürbitte und Gnadenbildverehrung ineinandergreifen.

Wallfahrt und Fürst Paul Esterházy

Wie an mehreren Wallfahrtsorten des Burgenlandes spielte Fürst Paul I. Esterházy auch für Lockenhaus eine wesentliche Rolle. Seine Tätigkeit darf nicht lediglich als Förderung einzelner Kirchenbauten verstanden werden. Innerhalb seiner Herrschaften entstand ein dichtes Netz von Marienheiligtümern, Gnadenbildern, Kalvarienbergen und Prozessionsorten.

Eisenstadt-Oberberg, Forchtenstein, Loretto, Frauenkirchen, Kleinfrauenhaid und Lockenhaus zeigen unterschiedliche Ausprägungen dieser gezielt geförderten barocken Sakrallandschaft.

In Lockenhaus knüpfte Esterházy an die bereits bestehende Augustinerkirche an und förderte insbesondere die Marienverehrung und den Wallfahrtsbesuch. Adelsherrschaft, gegenreformatorische Religionspolitik und volkstümliche Frömmigkeit waren dabei eng miteinander verbunden.

Der Kalvarienberg

Zur religiösen Landschaft von Lockenhaus gehört auch der oberhalb des Ortes gelegene Kalvarienberg. Ein steil ansteigender Kreuzweg führt über mehrere Stationen zur Kalvarienbergkirche.

Die heutige Kirche auf dem Kalvarienberg wurde 1864 errichtet und gehört damit einer wesentlich jüngeren Frömmigkeitsschicht an als die frühbarocke Pfarr- und Wallfahrtskirche. Dennoch setzt sie die für viele Wallfahrtsorte charakteristische Verbindung von Marien- und Passionsfrömmigkeit fort.

Der körperliche Aufstieg und das schrittweise Abschreiten der Passion machen den Weg selbst zu einer religiösen Handlung. Damit ergänzt der Kalvarienberg die Wallfahrtskirche um einen landschaftlich erfahrbaren Andachtsraum.

Die Wallfahrt bis zur Gegenwart

Die große historische Wallfahrt nach Lockenhaus ging im Laufe des 20. Jahrhunderts zurück, erlosch jedoch nicht. Die Kirche wird weiterhin ausdrücklich als Pfarr- und Wallfahrtskirche geführt und von Pilgern besucht.

Eine besondere Bedeutung besitzen dabei die Beziehungen zum benachbarten Ungarn. Wie bei Rattersdorf oder anderen Wallfahrtsorten des mittleren Burgenlandes ist die heutige Staatsgrenze für die ältere Wallfahrtsgeschichte eine verhältnismäßig junge Zäsur. Über Jahrhunderte gehörten die Orte auf beiden Seiten der Grenze derselben westungarischen Kulturlandschaft an.

Pilger aus Ungarn und aus dem südlichen und mittleren Burgenland suchen Lockenhaus weiterhin auf. Damit besteht die historische Funktion der Kirche als regionales Marienheiligtum in veränderter Form fort.

Volkskundliche Bedeutung

Lockenhaus ist gerade wegen der Mehrschichtigkeit seiner Wallfahrt besonders bemerkenswert. Die religiöse Bedeutung der Kirche lässt sich nicht auf ein einziges Gnadenbild oder eine einzige Gründungslegende reduzieren.

Die Schwarze Madonna repräsentiert die lokal verwurzelte und durch Paul Esterházy geförderte Wallfahrt. Die Mutter vom guten Rat steht für die internationale Kulttradition der Augustiner. Die Magna Mater Hungariae verbindet Marienfrömmigkeit mit der Vorstellung Ungarns als unter dem besonderen Schutz Mariens stehendem Land. Im Hintergrund erscheint darüber hinaus mit dem ehemaligen Rattersdorfer Gnadenbild eine weitere Spur historischer Bildwanderung.

Der Kirchenraum wurde damit über Jahrhunderte zu einem Sammelpunkt unterschiedlicher Formen religiöser Identität: Ordensfrömmigkeit, adelige Stiftung, Marienwallfahrt, Landespatriotismus, Totengedenken und volkstümliche Gnadenbildverehrung überlagern einander.

Auch die Krypta besitzt in diesem Zusammenhang besondere Aussagekraft. Dort begegnen ein als wundertätig verehrtes Marienbild und die Gräber jener adeligen Familie, die den Kirchenbau ermöglicht hatte. Das Heiligtum verbindet damit die Hoffnung der Pilger auf Fürbitte und Hilfe mit der Erinnerung an Tod und Vergänglichkeit.

Lockenhaus ist daher weniger als klassischer Ein-Gnadenbild-Wallfahrtsort zu verstehen, sondern als historisch gewachsenes marianisches Kultzentrum, in dem sich mehrere Frömmigkeitstraditionen des alten Westungarn bis heute ablesen lassen.

Literatur zur Wallfahrt:

- Alexander Weiger: Lockenhaus. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus, Diözese Eisenstadt. Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 244. Salzburg; überarbeitete Auflagen.

- Judith Schöbel, Petra Schröck, Ulrike Steiner: Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Oberpullendorf. Österreichische Kunsttopographie, Band LVI. Horn 2005.

- Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Lockenhaus, Pfarr- und Wallfahrtskirche, Kloster und Kalvarienberganlage.

- Diözese Eisenstadt: Lockenhaus – Pfarr- und Wallfahrtskirche.

- Pfarre Lockenhaus: Geschichte und Ausstattung der Pfarrkirche.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

© www.SAGEN.at