Kleinfrauenhaid, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Die Pfarre besteht laut Pfarrchronik seit über 1.000 Jahren. Die Marienkirche genoss lange große Bekanntheit. Tausende Wallfahrer pilgerten an Marienfeiertagen nach Kleinfrauenhaid. Einen großen Aufschwung erlebte die Wallfahrt unter Fürst Paul Esterházy. Nachdem die Pfarrkirche und der Pfarrhof im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung von Wien im Jahre 1683 zerstört worden waren, wollte sich der adelige Marienverehrer damit nicht abfinden. Er hatte großen Anteil am Wiederaufbau und spendete ein kostbares Gnadenbild, das 1694 in der Pfarrkirche angebracht wurde. Durch dieses Gnadenbild, so heißt es in der von Prälat Josef Rittsteuer (einst selbst Pfarrer in Kleinfrauenhaid) verfassten Chronik, hätten die Menschen nun einen Ort für Gebete gehabt. Am Pfingstmontag 1710 seien 28 Pfarrherren mit ihren Gläubigen in Prozessionen erschienen.

In den letzten Jahren sei die Wallfahrt gut wiederbelebt worden, erzählt Pfarrer Schremser, ein leutseliger Mann, der privat gerne Rockmusik hört.

Die Kirche sei ein offener Ort für alle Pilger, deren Haupttor immer geöffnet ist. Dahinter aber wurde ein Eisengitter angebracht, durch das man einen guten Blick in den Kirchenraum habe. Der Hintergrund: Zwei versuchte Einbrüche. Wer einen Besuch nach Kleinfrauenhaid außerhalb einer Wallfahrt plant, sollte daher zuvor in der Pfarre anrufen. "Wir sind gut erreichbar und sperren die Kirche jederzeit ganz auf", betont Pfarrer Schremser.
(Quelle: https://www.martinus.at/portal/unterstuetzung/dumoechtest/pilgernundreisen/burgenlaendischewallfahrt/artikel/article/5445.html )


Lage: Kleinfrauenhaid 1, 7023 Zemendorf-Stöttera.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Burgenland
Ansicht in Street View
Web: Pfarre Kleinfrauenhaid
Geöffnet: bis zum Gitter zu den üblichen Kirchenöffnungszeiten.
 
Wallfahrtskirche Kleinfrauenhaid:
 

Kleinfrauenhaid, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

   
Kleinfrauenhaid - Stiller Wallfahrtsort:
Die Wallfahrt hat in Kleinfrauenhaid Tradition. Einst wurde ausgelassen getanzt und gefeiert – heute eignet sich die Wallfahrtskirche zur Einkehr.
 

Kleinfrauenhaid, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

 

 

Literatur zur Wallfahrt:
 

 

   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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