Neufahrn bei Freising, Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Wilgefortis
Die alte Pfarr- und Wallfahrtskirche Hl. Kreuz St. Wilgefortis hat eine üppige Barockausstattung und ist kunstgeschichtlich sehr bedeutsam. Ursprünglich dem Patronat des Apostels Bartholomäus anvertraut, später dem Heiligen Geist geweiht und danach dem Patrozinium der heiligen Wilgefortis, auch heilige Kümmernis genannt, unterstellt. 1921 wurde sie wieder Heilig-Geist-Kirche, seit 1991 ist sie mit dem Doppelpatrozinium Heilig Kreuz und St. Wilgefortis versehen.
Das romanische Kreuz im Hochaltar, das aus der Zeit um 1100 stammt, zeigt Christus als Pantokrator. Es wurde früher mit der Legende der „Hl. Kümmernis“ bzw „Wilgefortis“ in Verbindung gebracht und war Ziel von vielen Wallfahrern. Das Wilgefortis-Kreuz ist eines der zahlreichen kunstgeschichtlich besonderen Schätze dieser Wallfahrtskirche und ist auch im Gemeindewappen von Neufahrn enthalten.
Die Kümmernis-Legende in dieser Kirche, die u.a. in zahlreichen Bildtafeln und auch im Deckengewölbe dargestellt ist, unterscheidet sich erheblich von der üblichen erzählten Kümmernis-Legende: Sieben gotische Tafelbilder von 1527 schildern Szenen der Legende des Wilgefortiskreuzes, seine Ankunft in Neufahrn und die ersten Wunder, die es bewirkt haben soll: Wie Holzfäller das Gnadenbild auf der Isar entgegen der Stromrichtung treibend entdeckten, wie sie es bargen und auf einem Ochsenkarren zur Neufahrner Kirche transportierten, wobei sich allerhand Wunder zugetragen haben sollen. Vier Bilder hängen im Chor, drei Tafeln in der Florianskapelle.
Obwohl Neufahrn ein sehr armes Dorf war, überrascht die Kirche die Besucher durch ihre prächtige Barockausstattung, die mit ihren reich mit Gold verzierten Altären und ihrem eleganten Stuck alle umliegenden Kirchen weit übertrifft. Grund dafür ist die im 17. und 18. Jahrhundert blühende Wallfahrt zu einer wundertätigen Christusfigur, die spätestens seit Beginn des 17. Jahrhunderts als Sankt Wilgefortis oder Kümmernis verehrt wurde. Bis zu 50 Pilgergruppen aus der Hallertau, dem Dachauer Land, aber auch aus München kamen alljährlich als Wallfahrer nach Neufahrn.
Das Fotografieren in der Kirche ist zwar erlaubt, das Hochladen der Bilder ins Internet jedoch nicht. Daher gibt es hier noch Außenansichten der Kirche und des Sühnekreuzes, das vor der Kirche steht.
Nach der Ortslegende markiert das Steinkreuz die Stelle, an der 1397 die Ochsen, die das wundertätige Wilgefortis-Kreuz nach Neufahrn gezogen hatten, nicht mehr zum Weitergehen zu bewegen waren. (siehe Foto).
| | Lage: Dietersheimer Str. 19, 85375 Neufahrn bei Freising. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Bayern |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Neufahrn |
| | Geöffnet: |
| | Außenansicht: |
Bildquelle: © Irmgard Neubauer |
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| | Sühnekreuz Neufahrn bei Freising: |
Bildquelle: © Irmgard Neubauer |
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| | Tafel zum Sühnekreuz Neufahrn bei Freising: "Historisches Sühnekreuz Ursprünglich stand es am alten Freisinger Weg, Nach der Ortslegende markierte das Steinkreuz die Stelle,
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Bildquelle: © Irmgard Neubauer |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |


