Die Abgesandten ließen sich von dieser Haltung des Sandwirts nicht einschüchtern in ihrem Friedenswerke. Sie bewegen nach ihrer Rückkehr die Gemeinden zur Aufstellung eines Unterwerfungsprotokolls, das nach Meran zu senden wäre. Die Partei der Unversöhnlichen beförderte aber das Schriftstück zu Hofer, und der soll es unter Zornesworten zerrissen haben. 2) Daran schlossen sich jene bewaffneten Ansammlungen bei Saltaus, die den General Barbou zum zweiten Mal nach Passeier führten. Baraguay verkündete die Acht über den Sandwirt und setzte einen Preis — 1500 G. — auf seine Ergreifung. Hofer fand es in seinem Aufenthalt nicht mehr geheuer. Die ungebetene Vorsprache jener Friedensboten, das über ihn verhängte Urteil trieb ihn von dannen. Frau und Kinder entsandte er in die hinterste Taleinsamkeit, er selbst suchte mit seinem Döninger die Alphütte seines Unterstandsgebers, des Pfandlerbauern auf Brantach, im Awalde auf. Dass dieser Ort auch anderen als geeigneter Schluff schon bekannt war, konnte ihm der Vorrat von Gewehren zeigen, den er dort antraf. Hier, in einsiedlerischer Höhenwildnis, schlugen die Flüchtlinge ihr Quartier auf. Das eingelegte Heu war ihr Lager, ein Futtertrog das einzige, was sich als Möbelstück verwenden liess. Gegen die grimmige Kälte mussten die Lücken zwischen den roh gefügten Bäumen notdürftig verstopft werden. Nicht bloß zum Kochen, sondern schon des Wärmens halber musste in 1) Danei a. a. O. Danei hat seine Angaben wohl aus dem Munde der beteiligten Geistlichen. Üb. Prieths Gang zu Baraguay s. ob. p. 801. |
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