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denn Bozen war Vials halber nicht geheuer — erreichte er Meran. Hier traf er seinen Ordensprovinzial, der ob solchem Vagantentum kein Gefallen hatte. Dieser wies ihn nach dem stillen Klösterlein in Münster. Haspingers Gehorsam hielt nicht an. Noch in Vintschgau kehrte er um, wie magnetisch zog es ihn zum Sandwirtshaus. Wer möchte erwarten, dass er sich dort auf die Seite der ohnehin vielleicht schon kleinlaut gewordenen Friedensfreunde gestellt hätte? 1) Zeitgenössische Berichte bezeichnen den Grossteil der damals um Hofer versammelten als ein Volk von Lumpen. Es verbreitete sich von Dorf zu Dorf, der Sandwirt sei mit Geld nach Hause gekommen. 2) Nun gab es eine Menge Leute, die während der Wochen seines Regiments, ohne eine Löhnung empfangen zu haben, gedient, ja beschwerlich gedient hatten. Andere waren durch die Stürme dieses Jahres in bittere Armut geraten. In so manchem rauflustigen Burschen hat wohl auch das beständige Kriegsgewerbe die Lust zur Reisläuferei geweckt. Diese Elemente vereinigten sich zu einer Rotte, die mit der Forderung des rückständigen Soldes in Hofers Haus eindrang. Und als sie nicht schnell genug Erhörung fanden, so setzten sie dem Armen zu: er habe den Handel angefangen und müsse ihn ausmachen, mit dem Frieden sei er betrogen, er müsse Hauptmann bleiben und mit ihnen den Feind verjagen; wolle er nicht mithalten, so verdiene er erschlagen zu werden. Die Deklamationen dieser Unholde erhielten in diesen verhängnisvollen Stunden noch eine, wenigstens für den Sandwirt hinreichende Beglaubigung. 3) Aus seiner Einsiedelei sandte Kolb Briefe, worin er, die Tatsachen auf den Kopf stellend, von glänzenden Siegen über die Franzosen in Pustertal fabelte. Man stelle sich vor: gute Freunde, ein rasender Haufe, Kolbs Berichte. Wie hätte da Hofer lange widerstehen können? Seinen entscheidenden Entschluss fasste er am 11. November. 4) Der folgende 1) Haspinger deutet selbst an, dass er zu Hofer kam, bevor dieser sich entschieden hatte. |
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