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Oberkommandanten noch einmal vorsprach. Auch ihm bangte um Hofer, wenn er in der Heimat blieb. Man werde ihm da, stellte er vor, keine Ruhe lassen; besser wäre es, sie gingen beide nach Österreich. Da sei für ihn kein Durchkommen, wandte Hofer unwillig ein. Darauf riet auch Purtscher, er möge sich mit Beseitigung des Bartes unkenntlich machen. Das mag i nit, brummte es ihm entgegen. Nun machte der besorgte Adjutant andere Vorschläge: sie wollten nach Bayern gehen, wo man viel Nützliches für das Land wirken könnte, oder zum Vizekönig, wozu sie ja die von Danei mitgebrachten Pässe gebrauchen könnten. Alles prallte am Sandwirt ab, der das Gespräch mit den Worten beendete: Es ist ja Amnestie, mir geschieht nichts; du aber geh nach Hause, wir kommen wieder zusammen; denn ich brauche dich, wenn ich Rechnung legen muss. Noch ein zweites wollte Purtscher betreiben. Als armer Schulmeister war er einst ausgezogen, trotz seines Vorrückens zum Hauptmann und Adjutanten kehrte er noch ärmer nach Hause. Da erinnerte er sich des Geldes, das Roschmann bei Hofer zurückgelassen und wagte eine Bitte. Goldstücke oder Papier bekam er nicht, aber der Sandwirt ging in den Stall und holte ein schlecht gesatteltes Pferd. Nimm das, damit du nicht zu Fuß nach Hause gehen musst, also verabschiedete er seinen Adjutanten, der darüber wenig froh war, und half ihm noch selbst in den Sattel. Die ersten zwei Tage von Hofers Aufenthalt im Schoss der Seinigen schienen die Ahnungen der Schwarzseher zu widerlegen. Passeier und das Burggrafenamt standen im Zeichen der Unterwerfung, Kompagnien, eben noch mobil gemacht, nahmen den Abschied. 1) Man ging daran, die Kriegsgefangenen auszuliefern. Für die bereits angesagten, aus Bozen heranrückenden Franzosen wurde Schlachtvieh requiriert und willig geliefert. 2) Den Sandwirt selbst sieht man daran beteiligt, die Forderungen der Generalität so schnell als möglich zu erfüllen. 3) Solcher Ruhe erfreuten sich noch nicht alle Landesteile. Wer konnte dies auch von jenem Bauernlager erwarten, das Danei und Sieberer unweit Bruneck hatten passieren müssen? Und wirklich kam es dort an jenem 1) Bezeichnende Notizen bei Johan Hofer a. a. O.: „8. Nov. zog ich wieder mit einer Kompagnie nach Meran, 9. Nov. auf Mölten. Da ist gekommen, dass alles nach Hause gehen soll, denn es sei alles verloren. 10. Nov. nach Hafling, 11. Nov. nach Hause." |
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