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der Frage, welche Wünsche und Landesbeschwerden dem Vizekönig vorzutragen wären. Denn, dass mit diesem zu unterhandeln wäre, schien bereits ausgemacht. Und so ganz seiner Art entsprechend, meinte darauf Hofer: „Schreiben Sie halt, man möcht uns a bisl mit zahlen verschonen, uns unsern alten Glauben lassen, und die Kapuziner und die andern Pater wollen und müssen wir auch haben." Nun hatte Danei das französische Schreiben zu entwerfen mit Aufnahme jener Punkte, die sich während der lebhaften Diskussion herauskristallisiert hatten: Erklärung der Unterwürfigkeit, Bitte um gute Behandlung, Vorstellung der Armut des Landes und Wichtigkeit der Religion. Die dem Sandwirt vorgelesene Übersetzung mag etwas urwüchsiger geklungen haben als der französische Text. 1) Nun zögerte er nicht länger mit der Unterschrift; seinen inneren Kampf bekundete er in den hervorgestoßenen Worten: „Nun in Gottes Namen, es wirds unser lieber Herrgott wohl alles recht machen." Es unterfertigten auch die übrigen, natürlich nicht Haspinger, den man auch nicht dazu einlud. Dass Danei und Sieberer mit der Schrift nach Villach abgingen, waren alle einverstanden, Hofer selbst reichte ihnen das Reisegeld, der gefangene Sevelinges stellte ihnen ein Zeugnis aus, das sie als Reisepass sollten benützen können. 2) Nach Hofers Wunsch sollten sie Battig in Bruneck sich noch beigesellen. Der Wagen, den sie noch am 2. November bestiegen, nahm auch den Rotbart auf, der, scheinbar sich fügend, in sein Kloster zu Klausen abging. Seine Reisegefährten gaben ihm, ehe sie sich in Unterau von ihm trennten, den Rat, sich nach Österreich durchzustehlen. Für Sieberer hatte Hofer noch einen besonderen Auftrag. Er sollte seine Fahrt fortsetzen zu Kaiser Franz und dort für das Land den Ersatz der schweren Kosten betreiben, in die es sich im Interesse Österreichs gestürzt habe. 3) 1) Danei schreibt: „Ich las dem Hofer eine Übersetzung vor, wie sie ihm am besten passte." |
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