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seine offizielle Sendung erkennen lassen sollten. Mit gelbseidener Querschärpe und den österreichischen Adler am Wehrgehäng trat er unter die Leute. Aber schon im Pustertal boten sich ihm Anzeichen, dass die Abwiegelung des Volkes keine so leichte Sache sei. Die lebhaftesten Zweifel setzte man ihm entgegen. Verständige Männer zwar wie Anton Steger begriffen alsbald die Lage und dachten an Abrüstung. Andere waren um so unzugänglicher. Am liebsten bekämpften sie die Authentizität der Botschaft. Und als Lichtenthurn den Brief mit der Unterschrift des Erzherzogs vorwies, welche Steger, der ehemalige Büchsenspanner, gut kannte, so meinten einige Hartgesottene: Mache man Bankozettel nach, so könne man auch die Unterschrift eines Fürsten fälschen. 1) Es geschah wohl zum Zweck persönlicher Sicherheit von Johanns Deputierten, dass Wörndle selbst ihn auf der Weiterreise begleitete. Er musste ihn wiederholt gegen Insulte schützen. Im Schönberger Posthause angelangt, richtete Lichtenthurn vor Hofer und Genossen seine Meldung aus und übergab des Erzherzogs Brief. Wurde er darauf von der Fallsucht, seiner langjährigen Krankheit ergriffen, so äußerte sich zunächst auf die Umstehenden keine Wirkung, als etwa bei Roschmann die des Ekels. 2) Dieser wenigstens vertauschte seinen Aufenthalt in Domanigs Gasthof mit dem im Hause Josefs v. Stolz, wo er alle Vertrauten Hofers um sich vereinigte. Er, der den trockenen Befehl, das Land zu verlassen, scheinbar nicht hatte erfassen können, fand auf einmal die jetzige Botschaft ganz begreiflich. Es sei nichts anderes zu erwarten gewesen, denn schon bei seiner Abreise von Totis „sei nichts mehr recht zusammengegangen". Der Armeekommissär las den Versammelten Johanns Zeilen vor und entwickelte vor ihnen Unmöglichkeit wie Zwecklosigkeit weiteren Widerstandes. 3) Was er nicht erwartet hatte, trat ein. Von Hofer angefangen, erklärte die ganze Konferenz ihre Geneigtheit, dem Worte des Erzherzogs zu folgen. 4) Dem Sandwirt entrang sich nur noch ein Seufzer an „Gott, unsere liebe Frau und die armen Seelen", die es nicht anders wollen. Der Anregung, Abrüstungsbefehle hinauszugeben, verschloss er sich keineswegs. Schnell war das erste Formular entworfen und mit seiner Namensfertigung versehen. Alle schreibkundigen Hände im Beratungsgemach halfen mit, um 1) Steger a. a. O. |
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