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Bestellbrief an die Stadt um „Türken und Plenten," damit die Mannschaft nicht „massleidig" wird, zeigt ihn wieder voll Hoffnung: „Wir können euch versichern, dass von dieser Seite nichts zu fürchten ist; denn die Leute brennen vor Begierde zu attakiren und schröcklich wird der Kampf sein." 1) Das hier in Aussicht gestellte Attackieren wurde in den folgenden Tagen fleißig geübt. Die Bayern hatten beim Löwenhaus und in Mühlau starke Vorposten stehen lassen. Auch auf der Weiherburg stand ein solcher. Am 26. stürmte eine Menge Bauern vom Isel „wie wahnsinnig" lärmend und schießend durch die Stadt. Ein Teil stieg zum Höttinger Steinbruch hinan, um die Weiherburg unter Feuer zu nehmen, andere eröffneten die Beschießung von der Mauer des Hofgartens aus. Ohne dass die Soldaten vorrückten, kehrten die Stürmer gegen Abend auf den Isel zurück. Tausende von Feuern auf allen Seiten, so versichert Knoflach, leuchteten in der Vollmondnacht. Am folgenden Tag setzte man das Schiessen fort, aber ohne Zweck; denn dichter Herbstnebel lagerte über der Landschaft. Das Geplänkel am linksseitigen Ufer verstummte, als 400 Bayern den Steinbruch besetzten. Dafür gab es heute auf der andern Seite des Inn einen namhaften Verlust. Bei Loretto hatte eine Kolonne auf einer Schiffbrücke den Fluss überschritten, um das Mittelgebirge von den Schwärmen Speckbachers zu säubern. 2) Diese hatten sich namentlich in die zahlreichen, kleinen Seitentälchen bei Rinn und Ampass verteilt. 3) Der die Bayern führende Oberst Dallwig ließ sich verleiten, seine Mannschaft zu teilen, und richtig gelangten 300 der Seinigen im stillen Zimmertale in einen Hinterhalt, der sie zu Gefangenen Speckbachers machte. 4) Dieser selbst versuchte mit Sieberer des folgenden Tages einen Vorstoß nach Volders, der ihm jedoch beinahe dasselbe eingebracht hätte, was Dallwigs 300 Soldaten widerfahren war. Auch für die Tiroler gingen diese Scharmützel nicht ohne Verluste ab. 5) Im östlichen Weichbilde Innsbrucks wollte das Schiessen nicht verstummen, zum Ärger Hofers, 1) Hofer an Bozen 26. Okt. J. M. Peter Hofer an Jos. Gufler, Meran 26. Okt.: Auf Befehl des Oberkommandanten müssen alle Kompagnien über den Jaufen. J. St. |
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