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väterlichen Gesinnungen eintreten, und mir in bezug auf das gute Tirol bestimmte Befehle erteilen zu lassen." 1) Wie Reue und Scham kam es über den Prinzen, wenn er Tirols gedachte. Noch am vorletzten Tage seines Aufenthaltes in Totis war es, dass er mit der noch immer an Krieg denkenden Kaiserin sprach. Sie regte an, Innerösterreich aufzubieten, dann müsste auch der zögernde Kaiser zu Hilfe eilen. Johann hatte darauf die Antwort: „Möglich wäre es, ich aber würde es nie tun, denn das Beispiel Tirols, wozu ich als Werkzeug diente, ist mir ein abschreckendes Beispiel, man würde die Länder nur ins Unglück stürzen." 2) Diese Worte wurden fast zur selben Stunde gesprochen, da man die geschilderte Feier in Innsbruck beging. In Totis wollte man trotz der zunehmenden Friedensaussicht auf die fortdauernde Kriegsbereitschaft Tirols nicht verzichten. Das Argument dafür wird wohl im kampfbegierigen Kreise Baldaccis geschmiedet worden sein: soll das Los für Tirol beim Friedensschluss ein günstiges werden, so darf dessen Verteidigung keine Unterbrechung erfahren, damit man es nicht als erobertes Land ansehe und behandle. 3) Der Kaiser selbst fand schwerlich dagegen viel einzuwenden. Nur eins reute ihn, Roschmann ernannt zu haben. Dieser könne, so bedeutete er dem Erzherzog, unter den obwaltenden Verhältnissen nicht wohl nach Tirol abgehen, aber das dahin bestimmte Geld möge durch Kuriere schnell hingebracht werden nebst der, jedoch nur mündlichen Zusicherung, es werde nach Möglichkeit für Unterstützung gesorgt werden. 4) Roschmann war nicht mehr zu erreichen. Während Johann in Totis weilte, war er, zur Reise gerüstet, in Keszthely erschienen, hatte ein paar Tage gewartet und sich dann nach Warasdin begeben. Dort betraute er Nessing mit dem Transport der kaiserlichen Geldspende, welcher am 1. Oktober die Tiroler Reise antrat. 5) Zwei Tage später folgte Roschmann. 6) 1) Johann an Franz, 18. Okt. J. M. |
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