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Endlich erreichten sie glücklich Pustertal, am 29. fuhren sie in Innsbruck ein. Sie kamen mit der Überzeugung, ihrem Volke wahre Freudensboten zu sein. Deshalb vermochten sie ihren Mund nicht geschlossen zu halten, bis sie die Hofburg betraten, sondern zeigten schon auf der Reise, sobald sie nur einmal heimatlichen Boden unter den Füssen gewahrten, das für Hofer bestimmte Geschenk und machten große Worte. 1) Aus demselben Grund erhofften sie sich auch beim Oberkommandanten nichts anderes denn gute Aufnahme. Da gab es jedoch im ersten Augenblick eine Enttäuschung. Allzu oft war über jene, die mit Buol außer Land gegangen waren, als über Fahnenflüchtige und Verräter losgezogen worden, als dass beim ersten Anblicke solcher Hofers Gesicht nicht Falten gezogen hätte. 2) Nicht gern ließ er sie vor und der Empfang war frostig. 3) Aber wie hätte ein Hofer bei dem, was die kaiserlichen Boten auszurichten und zu übergeben hatten, kalt bleiben können! Rasch verzogen sich die unfreundlichen Wolken, als Sieberer und Eisenstecken Kette und Dukaten überreichten, vom Kaiser und vom Erzherzog zu erzählen begannen. Vor wenig Stunden hatte Völderndorff aus München die Nachricht vom baldigen Frieden gebracht; die zwei Tiroler meldeten, der Kaiser nehme den Krieg wieder auf, Tirol, das der Hormayr bei ihm verleumdet habe, wolle er reichlich unterstützen und habe nun selbst nach England um Geld geschickt für das treue, arme Land. 4) War doch die Kette der klare Beweis für die allerhöchste Zufriedenheit, und das gleißende Gold 1) Bartlmä Guggenberg schreibt aus Niedervintl an Martin Schenk, 29. Sept. (M. St.): „Gestern waren Eisenstecken und Sieberer bei mir, zeigten ein Schreiben des Kaisers und die Medaille samt Kette für Hofer im Wert von 900 G. und sagten, dass sie 6000 G. in Dukaten für das Land bei sich hätten, bald werde eine große Summe nachfolgen, auch der Erzherzog werde möglichst bald kommen." |
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