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früher Hormayr gespielt. Als kaiserlicher Kommissär nach Tirol zu gehen und die Leitung in die Hand zu nehmen, danach stand sein Verlangen. Mit Zustimmung des Erzherzogs ging er an den Kaiserhof. 1) Eine Reihe von Anträgen unterbreitete er dem Monarchen. Da zwei französische Divisionen sich gegen Tirol in Bewegung setzen, müsse dem Lande eine augenblickliche Geldhilfe zukommen; die im August ausgewanderten Führer, wie Eisenstecken, Sieberer, Frischmann und Teimer, natürlich auch er, sollten zur Belebung des Widerstandes zurückkehren, verkleidete Artilleristen zu besserer Bedienung der Geschütze sie begleiten; zur Erleichterung des Landes sollte schnell ein Austausch der dort liegenden zahlreichen Gefangenen eingeleitet werden; der Volksaufstand in den innerösterreichischen Herzogtümern sei schnell zu organisieren. An Baldacci fand Roschmann einen eifrigen Vertreter vor dem Kaiser. Nicht mit allen Punkten konnte sich Franz befreunden. Um jetzt schon, vor Kündigung der Waffenruhe, verkleidete Soldaten nach Tirol zu schicken, dazu, erklärte er, sei er zu ehrlich. Aus demselben Grunde wies er auch die Sendung Roschmanns und Teimers als eines in kaiserlichem Dienste stehenden Majors zurück. 2) Dass die andern drei Tiroler hingingen, ließ er sich gefallen. Als Geldhilfe bewilligte er in Erinnerung an die zu gleichem Zweck schon an die Schweizer Gesandtschaft erfolgten Kreditanweisungen nur 3000 Dukaten, welche Eisenstecken und Genossen mitnehmen könnten „zu einer Handkasse für die laufenden Defensionsauslagen". Gegen die Insurgierung Innerösterreichs und die Auswechslung der Gefangenen fand er nichts einzuwenden. Bei einer solchen Erledigung kam der Ehrgeiz Roschmanns nicht auf seine Rechnung. Er bedurfte noch der weiteren Hilfe Baldaccis, und 1) Auf diese Zustimmung beruft sich Roschmann in seinem Briefe an Johann v. 12. Sept. J. M. Der Erzherzog notiert darüber: „Roschmann berichtet seine Vorschläge, Redlichkeit des Kaisers, es war das Beginnen seines (Roschmanns) Strebens, war von Baldacci protegiert". |
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