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München entlassen, um Schneeburgs Rückkehr zu erwirken. Er sollte binnen zehn Tagen wiederkehren. Da Schneeburg schon nach Strassburg geliefert war, so hatte man in München über ihn noch weniger zu verfügen als früher. Der König sandte deshalb Völderndorff zu Napoleon nach Wien und Hess bei demselben durch seinen General und Gesandten Verger den Antrag Hofers wärmstens befürworten. Es kümmerte ihn, doch endlich seine 1400 Soldaten und die Miesbacher aus der tirolischen Gefangenschaft zu lösen. 1) Aber der Imperator blieb unerbittlich. Ohne ein Ergebnis stellte sich der unterhandelnde Offizier wieder zur Haft. 2) Im Namen seines Königs richtete er dem Sandwirt aus: Da der Friedensschluss nahe, würden die Gefangenen ohnehin bald heimkehren können, der König werde den drei südlichen bayrischen Kreisen gnädig sein. Darauf soll Hofer bitter lächelnd entgegnet haben: »Do drei Kroas wearn wol mier sein; wenn åber dös so ist, so muass der Künig hålt zerst schaugn ob er sie kriegt." 3) Bald darauf müssen wieder Meldungen über harte Prozeduren gegen seine Landsleute bei Hofer eingelaufen sein. Nochmals griff er zur Feder und schickte ein Schreiben an den König: wenn den Tirolern im Königreich keine so gute Behandlung zuteil werde wie den königlichen Untertanen in Tirol, so werde man gezwungen sein, abschreckende Beispiele aufzustellen. 4) Dass die Tiroler mit ihren Gefangenen menschlich verfuhren, ist von allen Seiten bezeugt. Offiziere genossen private Gastfreundschaft. Hofer legte Wert darauf, dass die gefangene Mannschaft, unter die verschiedenen Landesviertel verteilt, gut verpflegt werde. 5) Dafür mussten die Kassen, wie schlecht auch ihr Stand war, immer aufkommen. Ganz praktisch war es, dass ein Teil der Gemeinen zur Dienstleistung bei Landwirten zugewiesen wurde. Sie befanden sich dabei wohl, hatten sogar einigen Lohn und ersetzten einen Teil jener Arbeitskräfte, welche, von der Defension in Anspruch genommen, schmerzlich vermisst wurden. Noch später erinnerte man sich mancher Bodenkulturarbeit, die von Soldatenhänden damals 1) König an Freih. v. Verger, 17. Sept. M. St. |
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