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war einst auch der Gegenstand von Träumen des Erzherzogs Johann gewesen. 1) Von minderem Belang waren die Vorkommnisse an der Pustertaler Seite und im etschländischen Süden. Die für Pustertal bestellte Schutzdeputation unter Philipp von Wörndle und der von Hofer mit dem Kommando betraute Steger hatten fortwährend mit ebenso unfähigen wie unbotmäßigen Elementen sich herumzustreiten, welche wie Luxheim und Kolb den Mund vollzunehmen pflegten, ohne irgendwie nützliche Dienste zu leisten. Luxheim hatte das Ampezzanertal zum Schauplatz seiner Tätigkeit gewählt. 2) Am letzten Augusttage Hess er sich von einem aus Belluno ausgerückten französischen Korps überraschen, und seine Freischar, darunter auch jene Freiburger Studenten, wurde in einem verlustreichen Gefechte zerstreut. Cortina mit dem Edelsitz derer von Zanna ward geplündert und eingeäschert. Nach dem Abzug des Feindes nahm Luxheim die Ausfälle in das Bellunesische wieder auf und setzte seine Kolonne, mit der sich die Schützen von Lorenzen und der Landsturm des Tales vereinigt hatten, einer zweiten vernichtenden Niederlage aus, aus der er selbst nur mit 50 Mann entkam. Der phantastische Kolb, der alle Welt mit seinem abenteuerlichen Geschreibsel behelligte 3) und unter dem usurpierten Titel eines Mitoberkommandanten in Pustertal die Rolle des Sandwirts spielen wollte, musste von den besonnenen Männern immer wieder in die Schranken zurückgewiesen werden. Die Charge eines Stadtkommandanten 1) Johann erhielt davon Kunde in einem Moment, da er wusste, dass Tirol preisgegeben sei. Er notiert darüber: „Aus Tirol ein Kurier mit wichtigen Nachrichten über die Vereinigung der salzburgischen Gebirgsbewohner mit den Tirolern. Was! Wäre dies nicht die Ausführung meines alten Entwurfes, und nun nach allen gemachten Versprechungen lässt man die Tiroler sitzen, mich wurmt dieses Ding gewaltig." Er bemerkt dies zum 4. Okt., hatte also erst Kenntnis vom Vertrag mit den Zillertalern. |
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