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Verstecke wählte. 1) Bayrische Beamte gab es nicht mehr zu deportieren, die letzten waren mit dem Marschall von dannen gezogen. Einzelne missliebige Richter, wie Regulati in Sterzing, blieben suspendiert. 2) Dagegen lieferten die Bauernkommandanten von auswärts Persönlichkeiten nach Innsbruck mit dem Verlangen, dass sie der Sandwirt wegen ihrer bayrischen Gesinnung in Haft behalte. So erging es dem Exbenediktiner und Kooperator Adelgott Adam in Wildschönau, dem aber die kräftige Verwendung seines Vetters Danei in Hofers Hauptquartier bald die Freiheit verschaffte. Es war ja nicht schwer, den Sandwirt zu erweichen. Das erfuhr auch der in Innsbruck festgehaltene Landrichter Grasl von Mittersill. Er ließ sich vor Hofer führen und forderte, dass man ihm seine Schuld vorhalte. Darauf bekam er freilich noch keine tröstliche Antwort: „Entwöder sein Sie amearst a Spitzbua gwösn, oder Sie seins earst iatz woarn." Doch schon am nächsten Tage wurde „dem gnädigen Herrn" vom Sandwirt Erleichterung zugestanden, und nach ein paar Wochen konnte er unter der Bitte, er möge gütigst verzeihen, nach Hause reisen. 3) Ganz Ähnliches widerfuhr dem Innsbrucker Bürgermeister Schumacher Eben wollte er eine Erholungsreise antreten, als er infolge von Angebereien Übelgesinnter mit Verhaftung überrascht wurde. Vor Hofer geführt, erlaubte er sich, nach der Ursache zu fragen. Wieder war der Gefragte in Verlegenheit: „Sie stien hålt auf der Liste." Schumacher und noch ein paar Bürger, 4) die in derselben Lage waren, verlangten nun, es möge ein regelrechtes Verfahren eingeleitet werden. Sogleich wollten sich einige Bauern, die den Sandwirt umstanden, zum Gerichtshof konstituieren. Da erfuhren sie aber von ihrem Oberkommandanten scharfe Zurückweisung: „Wås wöllts ös denn, ös versteats so wenig wie i, dös muess a gstudierter sein." Und so ward der ehemalige Stadtrichter Mairhofer bestellt. Der machte sichs nicht eilig. Schumacher drängte schriftlich bei Hofer zur Verhandlung. „Thuen Sie sich noch ein wenig gedulden", lautete des Sandwirts lakonischer Indorsatbescheid. Nach ein paar Tagen aber öffneten sich den Gefangenen die Tore ihrer Haft. 5) Dass Hofer für Gottesfurcht und gute Sitte, wie er sie von Jugend an in seinem Heimattale zu pflegen und hochzuhalten gewohnt war, in seiner jetzigen Stellung einzutreten sich bereit zeigte, kam gewiss niemanden unerwartet. Hatte schon Hormayr gottesdienstliche Feste angeordnet, so stand dies dem Sandwirt, dem es dabei vom Herzen ging, 1) Luzenbergs Selbstbiographie (gedr. Innsbruck 1812) p. 54. |
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