|
sie, gleichwie 12 Meraner Kompagnien, eilends das Joch überschreiten. 1) „Alles Volk herüber, nur geschwind, geschwind", lautet eine zweite Ordre. Und die Massen setzen sich in Bewegung, zahlreiche Kompagnien, lange Zeilen von Landstürmern wälzen sich durch das Passeirertal dem Jaufen zu, so dass man im verpflegungsarmen Tal schon mit der Zehrung schwer tut. 2) Hofers Quartier ist schon am 6. auf der Sterzinger Seite des Jaufen, im Weiler Kalch, aufgeschlagen. 3) Hier stellt sich noch am selben Tage Speckbacher mit seinem Adjutanten Breunig, nachdem er Lefebre ober Sterzing attackiert hat, vor dem Oberkommandanten. Die am Fuße des Jaufen bei Gasteig sich vollziehende Ansammlung konnte dem Marschall nicht verborgen bleiben. Noch am Tage seiner Ankunft besetzte er die linke Seite des Geilbaches und eröffnete ein lebhaftes Geschütz- und Musketenfeuer auf die Stellungen der Tiroler am andern Ufer. 4) Den 7. August hatte Lefebre zum Durchbruch nach Brixen bestimmt. Zeitlich am Morgen war der Marsch angetreten. Der Marschall selbst wählte für sich und die ihn begleitende Hauptmacht die Reichsstrasse. Von Stilfes an hatte, stets auf gleicher Höhe mit ihm, als rechter Flügel ein Linienregiment unter Oberst Maingrenot zu folgen, 5) ein anderes Regiment Kronprinz bildete den linken Flügel und sollte von Trens weg den Aufstieg auf die steilen Felsenhöhen gewinnen, um den Bauern in den Rücken zu kommen. Mauls räumten die Bauern vor dem nahenden Feind. Wie sie ihm jedoch den Weg bereiteten und was Lefebre beim Eintritt in den 1) Manche Kompagnien waren sehr stark. Joh. Hofer gibt die Stärke seiner eigenen sogar mit 800 Mann, die des Andr. Ilmer und des Georg Laner mit je 300 an. |
|