|
wegwarf" und zum Sammelplatz lief. 1) Durch ein strafendes Monitum seines Bischofs wegen des hitzigen Mittuns im April gedämpft, lebte der Schabser Kaplan Paul Wassermann seither zurückgezogen auf seinem stillen Posten. Da begegnete er am 3. August spazieren gehend einem Bekannten von Brixen. Dieser erzählt die Neuigkeit, dass morgen die Sachsen kommen werden, in der Stadt seien schon die Viktualien für sie bestellt. Darob beginnt es im geistlichen Brausekopf, zu kochen. Ihr Brixener, so entgegnet er, scheint schlecht gesinnt zu sein gegen das Haus Österreich; da will ich lieber zu denen gehören, welche euch die Freude verderben. Der andere meinte darauf, der Geistliche werde 24 000 Franzosen wohl nicht aufhalten können. Trotzig gab der Schabser zurück: Gut, dass ihr in der Stadt so reichlich für Lebensmittel sorgt, aber diese werden wir Tiroler, nicht die Sachsen aufzehren. Schnell war der bischöfliche Tadel vergessen, Schon sah der Kaplan, wie sich bewaffnete Haufen der Klause ober Brixen näherten, er schloss sich ihnen an. 2) Im Laufe des 3. August begann sich das schluchtartige Eisacktal von Unterau bis oberhalb Mittewald mehr und mehr zu füllen. Lantschner brachte seine Weitentaler, unter Battig erschienen die Pustertaler, Advokat Sebastian Mayrhofer führte die von Villanders, die von Klausen der bewährte Gasteiger, andere wieder Kemenater von Schabs, Haspinger und Peter Mayr, der, wie es scheint, insbesondere auch den Proviantmeister machte. 3) Stebele hätte mit einer Botschaft Hofers zum Erzherzog gehen sollen. In Brixen hielten ihn die Kameraden zurück und er ging mit ihnen. 4) Seinen Auftrag hatten bei Johann andere auszurichten. 5) Eine allgemein anerkannte Leitung gab es beim Auszug von Brixen noch nicht. Jeder war, so versichert der Schabser Kaplan, sein eigener Führer. 6) Erst am Abend bildete sich, wenn man es so nennen darf, ein dirigierendes Hauptquartier. In Unterau trafen Haspinger und der Mahrwirt mit 1) Lantschner a. a. O. |
|