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augenblickliche Hinrichtung vollzogen. An die „Bewohner des Tales Lienz" richtete der General die Zornesworte: „Ihr habt das Beispiel der schrecklichen Strafen gesehen. Schon ist wieder bei Dölsach ein Transport angegriffen worden. Ich will Gnade walten lassen, wenn ihr Verordnete schickt, die Waffen abliefert und mir helft, die Elenden zu fangen. Geschieht das nicht, so werde ich alles dem Erdboden gleich machen." 1) Aber die in der Klause irrte das wenig. Neue Nachschübe aus den Seitentälern 2) kamen ihnen zu, mit dem Kranze brennender Dörfer waren frische Gluten des Franzosenhasses entflammt. Als ein Pater Ruscas Aufruf den Bauern kundgab, ward ihm das Blatt entrissen, er hinterbrachte dem General die mitgegebene Drohung, man werde ihm nicht bloß die Klause versperrt halten, sondern andere Tausende werden ihm auch den Weg nach Kärnten verlegen. Rusca, dessen Korps empfindliche Verluste erlitten 3) und nur unter großen Schwierigkeiten seine Verpflegung finden konnte, stand von weiteren Versuchen ab. Am 10. führte er die Mannschaft nach Greifenburg zurück. 4) Gleich hinter ihm bezogen die Bauern die Grenzwälle von Chrysanthen. Belanglos war der Einfall einer französischen Brigade (d'Azmar) durch die Veroneser Klause. Sie zog am 6. August von Trient vor den von Hofer aufgebotenen Burggräflern unter Jakob Torggler wieder ab. 5) In der Betrachtung dieser Vorgänge in Pustertal sind wir den Ereignissen in anderen Landesteilen zeitlich vorausgeeilt. Die Bauern in der Lienzer Klause handelten nicht nach einem von einem Hauptquartier ausgegebenen Operationsplan. Den Feind nicht ins Land lassen, war der Feldruf. Wo man ihm am erfolgreichsten begegnen könne, das wies 1) Aufruf v. 9. Aug. |
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