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vorzubereiten, dass es sich ergebungsvoll in einen Waffenstillstand schicke, besonders wenn er ihm von feindlicher Seite zuerst verkündet würde. Und wahrlich, die Franzosen und Bayern hatten es sehr eilig mit der Publizierung. Nur zwei Tage später, als der Kaiser zum ersten mal des Waffenstillstandes zweifelnde Erwähnung macht, hat Speckbacher auf seinem Posten im Kufsteinerwald davon erfahren und sieht sich veranlasst, vor solcher Meldung von bayrischer Seite her zu warnen. 1) Am selben Tage überreichte ein bayrischer Bauer während des Gefechtes bei Kochel dem österreichischen Vorpostenkommandanten Taxis eine Extrabeilage der Münchener Zeitung, welche das Abkommen von Znaim enthielt. 2) Auch durch die anderen tirolisch-bayrischen Pässe fand die Nachricht Eingang. In Melleck, Lofer und den dortigen Bezirken hörte man davon schon am 19. Die daselbst stehenden Tiroler und Pinzgauer schüttelten ungläubig die Köpfe und sagten, sie wüssten erst, woran sie seien, wenn ihnen Hormayr schreibe. 3) Von den Grenzen lief die Kunde schnell durchs ganze Land. Am 20. sagte man in Innsbruck: es soll Waffenstillstand sein, also ist es mit den österreichischen Siegen nichts. Den folgenden Tag hieß es wieder: der Waffenstillstand ist nur erdichtet. 4) Am dritten beteuerte ein eben eingebrachter Gefangener aus Bayern die Richtigkeit. Was sollte man für wahr halten? Der Teufel, so knurrte einer, soll klug werden aus diesem Wirrwarr. 5) Hormayr, eben im Begriff die Meldungen über angebliche Siege der Österreicher zu verbreiten, zählte auch zu den Zweiflern. Eine von befreundeter Seite ausgegangene Bestätigung besaß er ja nicht. 6) Eine Verständigung des französischen 1) Speckbacher an Sparchers Schützenkompagnie, Kufsteinerwald 18. Juli: „Die Posten sind genau zu versehen, denn mit dem Waffenstillstand hat es keine Richtigkeit, bis wir von der österreichischen Armee Befehl bekommen. Was man bis jetzt erfahren hat, ist nur eine Spitzbuberei." J. M. |
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