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verdienen." Über dieses Verhältnis zu Bayern oder, mit anderen Worten, über die Punkte eines Ausgleiches zwischen Tirol und dem König erstattete Utzschneider an einzelne der von ihm Angesprochenen bereits Vorschläge, deren Verwirklichung beim König durchzusetzen er sich verpflichtete: Allgemeiner Pardon, Unterstützung der durch den Krieg Verunglückten, keine Schädigungen mehr durch das Militär, möglichste Abhilfe gegen alle Beschwerden, tunlichste Berücksichtigung der Forderungen über die Geistlichkeit, Belassung der bestehenden Klöster, Verminderung der Lasten, Besorgung der Militärstellung durch jede einzelne Gemeinde nach dem Maß ihrer Volkszahl, endlich ohne weiteren Aufschub Wahl von landschaftlichen Deputierten gemäß der bayrischen Konstitution. Alle diese Punktationen nahm er in einen Aufruf hinüber, den er am 27. Juni an die „Bewohner Tirols" ergehen ließ. Darin führt Utzschneider alles, was er in den Einzelbriefen angebracht, dem ganzen Volk zu Gemüte. Österreichs Ohnmacht, des Landes sicherer Ruin, die von allen Seiten sich ballenden neuen Gefahren, l) des Königs Milde, der keinen Krieg will mit seinen Untertanen, das alles möge die Herzen der Tiroler erweichen und sie zugänglich machen seinem wohlwollenden Versuche. „Ihr fahrt noch immer fort im Aufruhr gegen Bayern, im Kriege gegen Frankreich, wo soll das hin? Frankreich wird niemals zugeben, dass ihr von Bayern abgerissen werdet!" Die Tiroler werden eingeladen, ihre Vertrauensmänner zu Utzschneider zu senden, um alles festzusetzen, was das Vertrauen zwischen ihnen und dem König begründen kann. In Tausenden von Exemplaren wurden diese Aufrufe über die Grenze geschickt, auch im Pinzgau verbreitet. 2) Vielen Gemeinden wurden sie direkt zugestellt, namentlich die Seelsorger um deren Verbreitung ersucht. 3) Die bayrischen Richter in den Grenzbezirken mussten bei der Sendung behilflich sein und sollten in persönlicher Unterredung auf die bäuerlichen Hauptleute einwirken. Letzteres ließ sich freilich in den seltensten Fällen ausführen, da die Offiziere der Bauern den sie aufsuchenden Beamten absichtlich aus dem Wege gingen. 4) 1) Hormayr und Buol berichten in diesen Tagen an E. Johann, von französischer Seite werde gedroht, Südtirol und Italien zu vereinigen, Nordtirol auf 10 Jahre einer Militärregierung zu unterwerfen. |
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