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Beim Kaiser und bei Johann fanden die Träger solcher Hilferufe wenigstens freundliche Aufnahme, den Erzherzog Karl trafen sie mürrisch und ungehalten 1): „Die Tiroler wollen immer raufen, sie sollen warten." Das heißt: warten auf die Entscheidung zwischen den großen Armeen am Marchfelde. Franz vertröstete auf die Besorgung von Geld durch Anreiter; 2) aber von vertrauter Seite erfuhr Hormayr, es gebe unter den Hofleuten welche, die der Bewegung in Tirol als einem „bösen Beispiel" kopfschüttelnd folgen und den Intendanten, welcher ursprünglich so viel versprochen, als einen unbequemen Tollhäusler erklären. 3) Eine Sendung nicht zwar von Geld, aber von Munition und Getreide, welche in Johanns Auftrag nach Tirol abging, wurde Mitte Juli bei Friesach von den Franzosen weggenommen.4) Von Österreich her kam also dem bereits ausgesogenen Lande nichts zu. 5) Hormayr hatte jedoch noch eine Geldquelle herausgeklügelt. Der Befreiungskampf der Tiroler, meinte er, müsse doch auch das „Nationalgefühl und Staatsinteresse" der Engländer berühren. Die zwei Tiroler Huter und Eller bekamen von ihm Briefe an englische Agenten und den Gesandten Bathurst in Ofen mit, worin die Unterstützungsbedürftigkeit des Landes in Ansehung des vom Feinde erlittenen Schadens sowie der Schürung des Aufstandes beleuchtet war. Und wirklich ging noch im Juni ein Kurier Bathursts mit warmen Empfehlungen nach London. Bis die Angelegenheit dort erledigt war, hatte man den Waffenstillstand von Znaim geschlossen. Damit schien dieser Aktion der Boden entzogen. 6) Erst später sind andere auf Hormayrs Idee zurückgekommen. 1) Huter (Herausg. v. F. v. Scala) p. 75. |
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