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Für das Zentrum bestand das Ergebnis der vorbereitenden Erörterungen in der wie am 25. vorzunehmenden Aufstellung zweier Kolonnen: Ertel und der Großteil der Tiroler mit der Richtung Berg Isel, der linke Flügel unter Haspinger und Ammann mit dem ihnen bereits vertrauten Gefechtsfelde von Natters bis zur Gallwiese. In diesen paar Tagen ruhiger Erwägung fand man Zeit, die getroffenen Dispositionen mit einer damals ungewöhnlichen Ausführlichkeit zu Papier zu bringen. Namentlich Ertel hat einen weitwendigen „Vorpostenbefehl" verfasst, dessen Details die Zustimmung des modernen militärischen Fachmannes nicht finden können. 1) Auf den ersten Blick schon berührt es eigentümlich, dass Ertels Anordnungen von der Mitwirkung der volkstümlichen Streitkräfte völlig absehen. Bei aller Weitschweifigkeit sind die „Tiroler Schützen" ganz nebenher erwähnt. Den Abteilungskommandanten empfiehlt Ertels Befehl Klugheit, „damit wir das Zutrauen der Tiroler gewinnen". Solche Worte scheinen anzudeuten, dass der Argwohn der Bauern auf ihre militärischen Begleiter noch nicht ganz geschwunden war. Eine gleichzeitige Äußerung Hofers bestätigt solche Annahme. Gerade beim Vorrücken zum Kampf bringen ihm zwei Boten von Reutte die Meldung, dass der Kaiser bei Wien eine Schlacht gewonnen habe. Solch freudige Mär darf den Genossen, die eben im Begriffe sind, ins Feuer zu gehen, nicht vorenthalten werden. Der Sandwirt wirft diese Nachricht, damit sie von Kompagnie zu Kompagnie gehe, auf einen Meldezettel und knüpft daran die „sichere Hoffnung, nun werden wir treues Militär bekommen und werden nicht allzeit die angeführten sein wie vorhero". 2) Dass man im bäuerlichen Hauptquartier ähnlich weitläufige Befehle produzierte wie Ertel, ist nicht anzunehmen. Aber auch Hofer schrieb in diesen Tagen mehr, als sonst seine Gewohnheit war. Es haben sich noch Weisungen von ihm über Versehung und Beaufsichtigung einzelner kleiner Wegstrecken erhalten. 3) Des Sandwirts Werbetätigkeit sah sich reichlich belohnt. Mehr als die doppelte Zahl im Vergleich zu jener, die er über den Brenner geführt 1) Vgl. die Kritik bei Maretich I, 101. |
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