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führte Tannenberg, gebeugt aber nicht gebrochen, dem Marschall die Deputation vor. 1) Der Franzose nahm die Tiroler besser auf als der Bayer. Zwar hatte auch er anfangs Worte der Ahndung über den Aufstand der Bauern, aber alsbald setzte er bei, das Land sei von den Bayern nicht gut behandelt worden, man hätte sich dagegen an den König wenden sollen. Tannenberg entgegnete, das sei wiederholt geschehen, man sei aber keiner Antwort gewürdigt worden. Beim Abschied versicherte der Marschall, künftig werde schon bessere Einrichtung getroffen werden. Die Etikette verlangte, dass sie auch Wrede besuchten. Der hatte eben getafelt. Auf einem Ruhebette sich streckend empfing er die Deputation manierlicher, als er sich beim Landhaus gegeben. Das Gespräch bewegte sich in ähnlichen Formen wie mit Lefebre. Tannenberg verteidigte in gleicher Weise seine Landsleute und wies auf den nebenstehenden Stadler als Zeugen. Da erhob sich der General und mit drohender Gebärde gegen Stadler warf er demselben die Worte hin: „Sie sind mir sehr schlecht beschrieben worden, aber der König wird nachsichtig sein." Unter Mahnungen wurden die Herren entlassen. 2) Mit der Besetzung Innsbrucks betrachtete Lefebre die Unterwerfung Tirols als so gut wie vollendet. Diese Tatsache wollte er seinen Auftraggebern, Napoleon und Max Josef, durch Deputationen belegen, welche im Namen des Landes Abbitte und Versicherung des Gehorsams den Monarchen zu Füssen legten. Zwei Gesandtschaften mit je vier Vertretern der vier Stände wurden ernannt. Nach Wien zum Franzosenkaiser sollten abgehen der Pfarrer von Mariahilf Herr v. Payer, ein Baron Lichtenthurn, Kaufmann Karl Carnelli und Michael Pfurtscheller. In München hatten vorzusprechen Abbe Roger Schranzhofer vom Stifte Stams, Graf Tannenberg, Kaufmann Mayer von Wilten 3) und Josef Lener von Mieders. Das Schicksal der zwei Deputationen war sehr verschieden. Die nach Wien 1) Es waren nur adelige und bürgerliche Vertreter: außer dem Grafen Herr v. Stadler, Riss und Kaufmann Jos. Mayer von Wilten. — Im Namen der Universität begrüßte Prof. Isser den Marschall. Der hiezu berufene Prorektor Maurer, von Hormayr kurz vorher ernannt, war flüchtig. |
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