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auch auf unserer Seite ist man nicht weniger hart. Überhaupt ist die Erbitterung gegenseitig groß, und ich fürchte, das Betragen in Tirol wird schrecklich werden und durch Befehle kaum zu mildern sein." Nur fünf gefangene Bauern wurden in Kufstein eingebracht, es waren die einzigen Gefangenen „weil selten Pardon gegeben wird". 1) Bräuhaus und Wirtschaftshof am Mühlgraben beim Kaiserturm wurden durch Granaten in Brand geschossen, weil ihr Besitzer, den Bayern als Landsturmhauptmann bekannt war. Deroy überlegte einen Augenblick, ob er den Weitermarsch antreten sollte. 2) Chastelers Niederlage gab ihm das Zeichen zum Aufbruch von Kufstein, bei Rattenberg konnten sich die beiden Divisionen vereinigen. Die Straße dahin fand Deroy wie ausgestorben, keine Spur mehr eines Widerstandes oder einer Beunruhigung. 3) Mit Befriedigung erstattete er dem Herzog von Danzig die Meldung, dass er von einer tirolischen Gemeinde schon die Erklärung ihrer Unterwerfung und der Auslieferung ihrer Waffen besitze. Es war die Gemeinde Thiersee, die, ein ganz vereinzeltes Beispiel, in kleinmütiger Eilfertigkeit um Vergebung bat. 4) Als Hormayr zu seiner Expedition nach Bayern in die Scharnitz abging, wähnte er den Nordosten des Landes noch ungefährdet. Nur über Jellachichs Verhalten, das er einer Rivalisierung mit Chasteler zuschrieb, ärgerte er sich weidlich und betrieb beim Erzherzog seine Abberufung. 5) Aber die Nachricht vom Einbruche Lefebres rief ihn nach Innsbruck zurück. Er traf die Stadt in starker Aufregung. Die Häftlinge des Zuchthauses hatten die bürgerlichen Schildwachen überwältigt, waren 1) Bericht Weinbachs an Hompesch, Zell bei Kufstein 13. Mai. M. St. Finanzrat Weinbach begleitete die Truppen als bayrischer Zivilkommissär. Seine Briefe sind eine erstklassige Quelle. |
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