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am See entsendet. Entgegenwirkende Versuche der Pfleger und abmahnende Plakate der Bayern fruchteten nichts, am 8. Mai verstärkten schon Hunderte von Pinzgauer Bauern die Besatzung des Passes Luftenstein. 1) So fanden die anrückenden Bayern die Eingänge wohl behütet. Vincenti wich bei Sacharing vor dem Landsturm zurück, Abteilungen des bayrischen Oberstleutnants Waldschmidt mussten auf den Einbruch von Lofer her verzichten, und ebenso wurden bayrische Piketts von den Bauern auf dem Brechlanger bei Reith abgewiesen. Roschmann, der unermüdlich von einem Ort zum andern eilte, besichtigte und Anordnungen traf, sandte die tröstlichsten Berichte: „Überhaupt glaube ich, dass jetzt die Posten so besetzt sind und die Verbindung unter ihnen so gut erhalten wird, dass ich gar keine Furcht für jeden möglichen Angriff habe." Nur mit einem Punkt seines Distriktes war der Intendant nicht zufrieden: vor Kufstein ging es viel zu flau her. Er machte dafür namentlich die Uneinigkeit der Hauptleute Sieberer und Margreiter verantwortlich. 2) Durch die günstigen Nachrichten aus Unterinntal ließ man sich im Hauptquartier zu Innsbruck beruhigen über die Räumung Salzburgs durch Jellachich. Über dessen weiteres Verhalten erfuhr man durch mehrere Tage nichts. 3) Endlich kam Botschaft, er stehe in Radstadt, habe aber zwei Bataillone mit Reiterei in Saalfelden zurückgelassen. Dadurch schien die Verbindung mit ihm ermöglicht; einer schon empfangenen Weisung des Erzherzogs nachkommend, gab Chasteler zweien seiner Landwehrbataillone Marschbefehl nach Schladming. Zwei andere wies er nach Unterinntal, und General Fenner musste die bisher von den Bauern allein besetzten Passorte bei Waidring mit Militärabteilungen verstärken. 4) Der Feind, so glaubte Chasteler versichern zu können, wird es schwer büßen, wenn er (von den nordöstlichen Pässen) nach Tirol vordringt. 5) Eine erfolgreiche Diversion im Verein mit Jellachich nach Salzburg, selbst unmittelbar in den Rücken der französischen Hauptarmee, sahen Chasteler und Hormayr im Bereiche der Möglichkeit. 1) Darüb. bes. Werenspacher a. a. O. |
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