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bekümmert um die Frage nach der weiteren Zukunft lebte man dem frohen Augenblick. Wahrhaft ungeheuchelt war der Jubel, da sich das Volk im Gotteshaus oder auf Schießständen zur Begehung von Siegesfesten versammelte. Der vorletzte Sonntag des April (23.) war der Tag, an dem in allen Pfarrkirchen des Landes die offizielle Danksagung gehalten, in Innsbruck ein großes, von Chasteler mit Besten begabtes Freischießen eröffnet wurde. Die Prediger auf der Kanzel sprachen von der Bedeutung des Tages. Eindrucksvolle Worte richtete Benitius Mayr in Innsbruck an die andächtige Menge, und da er daran erinnerte, wie so mancher das göttliche Gesetz verletzt habe, da er sich an fremdem Eigentum vergriffen, so wurden alsbald zahlreiche entwendete Sachen zurückgestellt. 1) Von einem andern Festredner eben dieses Tages werden die Worte überliefert: „Der Kaiser Napoleon, dieser korsikanische Flüchtling, hat sich angemaßt, den Titel eines Grafen von Habsburg anzunehmen und Erzherzog von Österreich werden zu wollen. Der bayrische König hat die Kirchen geplündert, die Religion mit seinen zweideutigen Verordnungen unterdrückt, Steuern auferlegt und die Rekrutierung anfangen wollen. Nun hat der österreichische Kaiser Tirol befreit, er kämpft für die Religion, auch wir Tiroler wollen für dieselbe streiten und sterben." 2) Dieselben Gefühle begegnen im schriftlichen Gedankenaustausch jener Tage. Domprobst Buol begrüßt einen Freund brieflich: „Jo Victoria, der Allmächtige hat geholfen, te deum laudamus." Ähnlich schreibt Carneri aus Salzburg nach Innsbruck, und jener warmblütige Alttiroler, Graf Enzenberg, begrüßt nach Empfang der Nachrichten aus Tirol seinen gleichgesinnten Freund Stadler: „Gottes Hand ruhte sichtbar auf uns und sein Geist wich von unseren Feinden. Diese Vorgänge sollten aufgezeichnet werden. Aber noch heißt es wachsam sein. Mit Ihrer, Reinharts, der würdigen Prälaten von Wilten und Griess und anderer verdienter Männer Mitwirkung wird Tirol bald wieder in integrum restituiert sein." 3) Diese Wiederherstellung 1) Danei a. a. O. |
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