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Volksaufstand des südlichsten Tirol in ihrem Rücken bedrohe. 1) Wohl mochte es ihn auch brennen, endlich einen eigenen Waffenerfolg noch auf tirolischem Boden aufzuweisen. So ging es am 24. südwärts in drei Kolonnen, Ertel zur Linken, Fenner mit Leiningen und Göldlin nebst der Hauptmasse der Deutschtiroler unter Hofer zur Rechten, Chasteler selbst mit dem Zentrum (drei Bataillone und zwei Eskadronen) auf der Straße über Matarello. Hinter dem Dorfe Volano stand Baraguay, im Abzug begriffen, in fester Stellung. Ohne Bedenken liess Chasteler seine Bataillone im Sturm vorgehen. Es war ein Anfassen des Stieres bei den Hörnern. 2) Die braven Soldaten von Lusignan erschöpften ihre Kraft im Anlauf gegen einen weit überlegenen Gegner. Bei einbrechendem Dunkel wurde das Gefecht abgebrochen, das beiderseits viele Opfer gekostet: mehr als 500 Kaiserliche waren gefallen, fast ebenso viel Verwundete liessen die Franzosen bei ihrem fortgesetzten Rückzug in Roveredo zurück. Diese Stadt konnte Chasteler am 26. ohne Schwertstreich betreten. Als er aber seinen rechten Flügel dem Feinde nachsandte, kam es noch bei Pikante zu einem hitzigen Zusammenstoß, wobei Hofers Schützen die Mannschaft Leiningens vor einer Katastrophe bewahrten; der tapfere Bozener Hauptmann Gasser ward dabei verwundet. 3) Am 27. April stand, mit Ausnahme von Kufstein, kein Bayer und kein Franzose mehr auf tirolischem Boden. Binnen zwei Wochen hatte sich das Befreiungswerk mit einer Raschheit und Vollständigkeit abgespielt, die selbst der Verwegenste zur Zeit der Vorbereitung kaum zu träumen gewagt hätte. Dank und Freude herrschte darob in allen Gauen. In kecken Trutz- und Spottversen sang man die jüngsten Taten. 4) Wenig 1) Hormayr schreibt aus Trient an Giovanelli d. ä. am 23. April: „Die Sachen gehen über allen Ausdruck gut, E. Johann steht zwischen Vicenza und Verona, durch den Massenaufstand in seinem Rücken ist Baraguay d'Hilliers offenbar zur Kapitulation gezwungen." A. G.
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