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bayrischen Beamten. Denen sei, so hieß es, noch zu wenig widerfahren, bei einem Volksaufstand müsste Blut fließen u. dgl. m. 1) Am Nachmittag gab es auf dem Rennplatz Seltsames zu sehen, man hielt Pferdemarkt. Auf Chastelers Einladung trieben die Bauern die dem Feinde abgenommenen Rosse auf und boten sie feil. Der Feldmarschalleutnant und seine Offiziere waren die eifrigsten Käufer, er selbst erwarb ein halbes Hundert. Der Abend galt dem Theater. Aber die Vorstellung erlitt eine Unterbrechung. Während derselben entstand vor dem Schauspielhaus ein betäubender Lärm. Die Höttinger hatten beschlossen, ihr wertvollstes Beutestück vom 12. April dem kaiserlichen General vorzuführen. Sie brachten Geschütz und Munitionswagen vor das Theater geschleppt und waren erst zufrieden, als Chasteler, von seiner Loge heraustretend, die Trophäen einer Besichtigung unterzog. Bei der ersten Beamtenbestellung war Hormayr seinem Freunde in die Zügel gefallen. Chasteler nahm den Versuch wieder auf, indem er Dipauli aufforderte, als Unterintendant die Stelle Lodrons einzunehmen. Der Angesprochene war aufs unangenehmste betroffen; es stand ihm alsbald fest, dass er nicht annehme. Er entschuldigte sich mit Unwohlsein infolge der Aufregung der letzten Tage, und Chasteler nahm die Absage gnädig hin. 2) Erst mit dem Gubernialrat Trentinaglia gelang es ihm, einen provisorischen Leiter zu gewinnen. Dessen Herrlichkeit währte nur zwei Tage, am 19. erschien Roschmann als Unterintendant, von Hormayr entsendet. 3) Derselbe nahm den größten Teil des subalternen Personals vom Generalkommissariat in Pflicht und berief an seine Seite den bisherigen 1) Mieg setzt bei: „Während solcher Gespräche war der Saal mit Bauern überfüllt, welche jedes Wort begierig auffassten. Da ist es nur ein Wunder, dass bei solchen gepredigten Grundsätzen nicht mehr gewütet wurde." |
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