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in der Verwirrung von Freundesseite die Todeswunde. Nun liessen die verwegenen Kerle ab und retteten sich im Sprung über einen Zaun, wobei noch der eine der beiden Steinlechner einen Bajonettstich empfing, so dass er nach wenigen Minuten in den Armen des Bruders verschied. Die Soldaten wagten nicht mehr auf dem Wege zu bleiben, sondern liefen vom Kolbenturm zum Inn, um sich auf ein eben passierendes Schiff zu retten. 1) Diese kleine Episode mit den sechs Volderwaldern zeigt, wie schlagbereit, wenn auch nicht ausgerüstet, die Bauernschaft war, sie war auch für das tollkühnste Wagestück zu haben. 2) Die Begebenheiten des 11. April haben für die bayrische Garnison in Innsbruck an allen Stellen den ungünstigsten Verlauf genommen. Major Zoller rückte als Flüchtling am Abend im nördlichen Stadtteil ein. 3) Ditfurth konnte nur noch die nächstgelegenen Felder vor den Häusern unter der Aufsicht seiner aufgestellten Piketts halten. Die Bauern standen schon in der Ebene. Am Fuß des Iselberges, im Stindlschen Bierhaus, nächtigte eine Masse von Bauern, welche die Umgebung abpatrouillierten und einzelne Vorposten abfassten, die sich von den Häusern zu weit herauswagten. Während der Nacht besetzte Pfurtscheller mit seinen Stubaiern die Abhänge am Hohlweg. 4) Ein Kranz von Wachtfeuern leuchtete in die Stadt hinein und kündete den Eingeschlossenen mit Flammenschrift das Unglück des folgenden Tages. Das Ergebnis des 11. April war die vollständige Umzingelung der Bayern in Innsbruck. An einen Abzug bei Nacht in der Richtung gegen Kufstein hat, wie es scheint, niemand gedacht. Die Stadt wollte Kinkel halten. Zollers zwei Kompagnien hatten die Höttinger Seite, eine gleich starke Abteilung den Vorort Wilten, eine Kompagnie die Ost- und Westzugänge zu verteidigen. Mit dem Rest wollte der General im Mittelpunkt der Stadt als Reserve verbleiben. 5) Während er diese Dispositionen traf, fand er noch Zeit, einen 1) Bericht des Augenzeugen Ignaz Steinlechner vom 6. Januar 1853. J. St. |
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