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vom 9. April an unterbrochen, da der Postwagen auf der Seefelder Straße aufgehalten wurde. 1) Schlimm erging es einer Anzahl altbayrischer Gerichtsbeamten. Ende März hatte man sich in München, bewogen durch die fortwährenden Klagen über die Unzuverlässigkeit tirolischer Richter, zu einer Purifikation entschlossen. An die Stelle der nach Altbayern versetzten sollten Nicht-Tiroler treten. Diese waren gerade auf der Reise zu ihren Bestimmungsorten begriffen, als sich der Aufstand erhob. Sie teilten fast alle das Los der Gefangenschaft oder entkamen erst unter mancherlei Abenteuern und mit Verlust ihrer Bagage über die Grenze. 2) Dass die Umgebung Innsbrucks für aufständische Bewegungen ein ergiebiger Boden sei, konnte schon die im März vereitelte Konskription lehren. Die Demütigung in Axams hatten die Bayern noch nicht vergessen, sie sollte mit Hilfe der nahenden Franzosen gesühnt werden. Die Regierung erfuhr bereits, dass Bisson in Tirol sei, und wagte eine Strafexekution. Am 10. April rückte ein starkes Pikett gegen Axams, voraus ging ein Bote, welcher bei Strafe der Einäscherung die Auslieferung der an den Märzexzessen beteiligten Rädelsführer und die Erlegung einer Strafsumme von 600 Gulden forderte. 3) Gleichzeitig las man im Dorf von Haus zu Haus den aufrufenden Brief, der vom Erzherzog Johann gekommen. Weniger geneigt als jemals, einer verhassten Regierung zu gehorchen, stand es sogleich den Bauern fest, dass man sich zur Wehr setzen müsse. Wie an so vielen Orten nahm auch hier der Dorfwirt die Sache in die Hand. Es war Georg Bucher. Die schusstüchtigen Männer der Gemeinde bietet er auf, um mit ihnen den Bayern den Zugang ins Dorf zu sperren. Es sind ihrer nicht ganz hundert, die es wagen wollen. Bei der Höhlbrücke stoßen sie auf die Truppe, man wechselt Schüsse, 1) Das bayrische Postärar berechnete den Schaden, welcher ihm während dieses Jahres mit Aufhaltung und Beraubung der Posten entstand, auf 24 000 G. M. K. |
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