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Diese Direktive befriedigte und beruhigte die Behörden in Tirol keineswegs, weder Zivil noch Militär. Mieg und Ditfurth wurden daher nochmals in München vorstellig und unterbreiteten jenen Antrag, welcher allein sowohl vom Land wie von der kleinen Besatzung die Katastrophe abgewendet hätte: entweder alle Truppen bei Zeiten aus Tirol zu ziehen oder ansehnliche Verstärkung zu gewähren. 1) Montgelas konnte das Zutreffende dieser Alternative nicht bestreiten und suchte ihr wenigstens einigermaßen gerecht zu werden. Von der Verlegung einer ganzen Division wagte er zwar nicht mehr zu sprechen, allein das glaubte er der Heeresverwaltung zumuten zu dürfen, dass sie 1000 Mann als ein zwischen Schwaz und Kufstein aufzustellendes Detachement, 500 zur Besetzung des Brenner und ebenso viel für die Strecke zwischen Nauders und Finstermünz abgebe. 2) Trivas abschlägige Antwort lautete kurz und bündig: Für Tirol ist nichts zur Verfügung, alle Truppen sind notwendig „zur Erfüllung der Pflichten gegen den Protektor des Rheinbundes". 3) Dieser aber lebte der verhängnisvollen Einbildung, Kinkels Mannschaft müsse hinreichen, um die Brennerstrasse offen zu halten. Angesichts dieser Tatsachen klingt es nicht anders wie Hohn, wenn noch am letzten Märztage der französische Gesandte Otto im Namen seines Kaisers der königlichen Regierung den Schaden zu bedenken gibt, der aus dem Mangel einer hinreichenden Macht zur Verteidigung dieser „interessanten" Provinz mit ihren schönen und leichten Verbindungsstraßen erwachsen würde. 4) 1) So Mieg in den Weimarer Oppositionsblättern 1817, angef. bei Ditfurth, Zur Berichtigung einiger Berichtigungen (Kassel 1856) p. 21. |
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