|
Sein Werbegebiet war vornehmlich Oberinntal und Vintschgau. Auf seiner heimlichen Tour trifft man ihn im Hause des Richters Senn in Pfunds, beim dortigen Chirurgen Lauterer und bei Frischmann in Schlanders. Er wendet sich nicht wie Hofer nur an die Bauern, sondern auch an bürgerliche und städtische Kreise. In Landeck gewinnt er den Richter und Gerichtsschreiber, Linser und Fischer, in Imst bespricht er sich mit dem bei den Bauern beliebten Patrimonialbeamten Mosaner, in Reutte knüpft er Beziehungen an mit dem Industriellen v. Strele, dem Kreuzwirt und dem Ortschirurgen, in Nassereit mit dem vermöglichen Sterzinger und dem Anwalt Schermer, in Mieming mit dem Holzhändler Josef Hirn. 1) Im Hause des Herrn v. Stadler in Innsbruck nahm er sein Absteigequartier und richtete da wie bei Baron Reinhart die Botschaft aus vom baldigen Erscheinen der Österreicher. 3) Auch bei Giovanelli in Bozen soll er angekehrt haben. Mit guten Nachrichten eilte er Ende März nach Klagenfurt zurück, um nach wenigen Tagen als Vorläufer der kaiserlichen Soldaten neuerdings sich nach Tirol zu stehlen und in den bereits aufgewühlten Revieren die Bewegung in Gang zu bringen. Pustertal hatte Peter Huber auf sich genommen, mit ihm teilte sich in die Arbeit Peter Wieland. Im März begab sich Huber, wie Hofstetten entdeckte, noch einmal nach Österreich. Auf der Heimkehr erfror er sich so sehr die Füße, dass er fast das ganze Jahr ans Bett gefesselt blieb. Wieland war fleißig auf dem Wege. Auch nach Passeier wanderte er, um von Hofer fernere Weisungen einzuholen. Als der Krieg immer näher rückte, litt es ihn nicht mehr zu Hause, im Verein mit dem gleichfalls schon eingeweihten Johann von Kolb ging er schon Ende März den Kaiserlichen nach Kärnten entgegen. 3) Die vom Erzherzog gewünschte „geometrische Progression“ wurde getreulich verwirklicht. Der Wissenden wurden immer mehrere. Ihre Zahl wuchs in die Hunderte. 4) Straub und Speckbacher bearbeiteten die 1) Untersuchungsakten von 1810, M. St. |
|