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zu erzwingen. 1) Nicht viel klüger benahm sich der Kreitter Peter. Zu Hause, im Christlwirtshaus zu Bruneck, angekommen, erzählte er mit wichtiger Miene, er habe den Erzherzog Johann gesprochen und könnte viel reden, wenn er dürfte. 2) Besonders ungeschickt benahm sich Nessing, der Kaffeesieder. Er hatte wohl schon vor der Wiener Fahrt mehr gesprochen, als nötig war. 3) In der Kaiserstadt schimpfte er öffentlich so sehr über Bayern, dass Wiener Briefe nach Bozen davon Meldung machten. Am 19. Februar spät am Abend langte er in seiner Heimatstadt an, begab sich aber nicht in die Wohnung zu seiner alten Mutter, sondern nahm Herberge bei dem ihm befreundeten Hirschenwirt Schnitzer. Hier erfuhr er, dass die Regierungsorgane nach ihm suchten. Am nächsten Tage übergab er der Mutter schnell einige Briefe zur Bestellung und machte sich unsichtbar. Wiederholte Vorrufungen des Landgerichtes konnten ihn nicht mehr erreichen, denn sein Quartier schlug er auf in einer elenden, von klaftertiefem Schnee umsäumten Hütte auf der Laneralm am Fusse der Hornspitze. Sieben Wochen verbrachte er daselbst, bis der Aufstand ausbrach. Zwei Jäger versorgten ihn mit dem Nötigsten und leisteten ihm Botendienste. Denn die Agitationsarbeit, welche er für seine Person übernommen, ließ er nicht liegen. Von seinem Versteck aus korrespondierte er mit den Patrioten am Ritten, im Sarntal, in Barbian, Villanders, Kastelrutt und Tiers. Das war der ihm zunächst zugewiesene Bezirk. Die Bayern erfragten ihn aber auch in Bruneck und Innichen, wo er gesehen worden und aufwieglerisch gewirkt habe. Ihn einzufangen gelang nicht; die Polizei vermutete, er sei über die Grenze entwischt. 4) 1) Kontrollor Johann Wagner in Strub an Lodron, 24. März 1809. Wagner ließ sich dies von der Postmeisterin in Unken erzählen. M. St. |
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