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Zunächst war es dem Erzherzog darum zu tun, mit dem Land in beständigem Kontakt zu bleiben, Nachrichten aus demselben zu sammeln. Eine vorzeitige Bewegung zu schüren, war nicht sein Gedanke. Vielmehr riet er zu großer Vorsicht. Als die Staatskanzlei den Erzherzog Karl drängte, das unfreundliche Verhalten des bayrischen Hofes mit einer militärischen Demonstration, Absendung eines Bataillons nach Zillertal zu beantworten, wandte sich Johann an diesen seinen Bruder: „Hier scheint mir Tirol Rücksicht zu verdienen. Kann so eine Truppenverstärkung in Zillertal oder Pinzgau nicht zu Gerüchten von Unternehmungen Anlass geben und die ohnehin schon gärenden Gemüter dieser Nation bewegen zu Erregung von Unruhen, die jetzt gewiss nicht erwünscht und zu früh wären?" 1) Und dem zu fortgesetzter Agitation aufgelegten Steger soll der Prinz einmal einen Dämpfer aufgesetzt haben mit den Worten: „Dermalen ist der Zeitpunkt nit zum Bauern aufhetzen, ich werde dirs schon sagen, wenn du es tun sollst." 2) Anders wurde es in der zweiten Hälfte des Jahres 1808, in den Tagen, da, unter dem Einfluss der emporkommenden Kriegspartei mit Stadion an der Spitze, der Entschluss reifte, einen neuen Waffengang mit Napoleon zu wagen. In den vorbereitenden Stadien, soweit sich dieselben auf eine Einbeziehung Tirols in die Kriegsaktion erstrecken, tritt alsbald ein Männerpaar in den Vordergrund: Erzherzog Johann und Josef Freiherr von Hormayr. Hormayr entstammte einem angesehenen Tiroler Geschlecht. Sein Großvater, vermählt mit Elisabeth Giovanelli, bekleidete unter Maria Theresia die Stelle des Hofkanzlers der tirolischen Regierung. 3) Dessen 1) E. Johann an E. Karl, 11. April 1807. A. J. |
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