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und Defensivmaßregeln bleibt. Es sei daher wichtig, dort eine starke Partei und sichere Kundschaft zu haben, „auch die allenfälligen, zu frühzeitigen, gefährliches Aufsehen erweckenden Ausbrüche des Unwillens dieser der neuen Ordnung der Dinge so äußerst abgeneigten Gebirgsbewohner zu verhindern". „Alle die entscheidenden Beweggründe, welche der kaiserliche Hof früher zur genauen Beobachtung und Benutzung der Schweiz hatte (Schweizer Regimenter und Werbungen, diplomatische Missionen, heimliche Agenten und Pensionen), treten nun mit diplomatischer doppelter Wichtigkeit bei Tirol ein und können mit viel kleineren Auslagen ausgeführt werden." 1) So oft der Minister Darstellungen aus Tirol oder über Tirol erhalten mochte, sie werden ihn in der Annahme immer mehr bestärkt haben, dass Österreich im entscheidenden Augenblick auf das Land rechnen könne. 2) In seinem Vortrag an den Kaiser vom 8. August 1808 über die zu treffenden Kriegsvorbereitungen nimmt Stadion ausdrücklich auch den Punkt auf, es sei mit den Unzufriedenen in Tirol anzuknüpfen. 3) Der Kaiser scheint solche Anregungen stillschweigend entgegengenommen zu haben. Der um dieselbe Zeit sich verdoppelnde Eifer der Klagenfurter Kundschaftsstelle wird wohl auf Weisungen Stadions zurückzuführen sein. Der Gedanke, auf eine verlässliche Partei im Lande rechnen zu können, lag nahe, er begegnet auch bei der Wiener Konferenz über die Grenzberichtigung zwischen Bayern und Salzburg, 4) unter deren Teilnehmern bekanntlich auch Erzherzog Johann und Hormayr waren. Diese beiden Männer haben die Idee, dem Lande Tirol eine besondere Aufgabe im bevorstehenden Kriege zuzuweisen, mit der größten Lebhaftigkeit erfasst und deren Verwirklichung in die Hand genommen. 5) Sie 1) Phil. Stadion an den Kaiser, 16. April 1806 (geschrieben ist unrichtig 1805) W. St. Der Kaiser genehmigte die Pensionszahlung. Am 25. April 1806 verwendet sich Stadion, dass der von den Bayern geächtete Schmied Anton Gruber aus Seefeld, welcher sich unter Swinburne bei Verteidigung des Scharnitzpasses hervorgetan, vom Kaiser mit einer Stelle begnadet werde. |
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