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DER LINTWURM AN DER KULPA

Im Tal an der Kulpa hauste in einem tiefen Loche ein böser Lintwurm, der in der ganzen Umgegend viel Unheil anrichtete. Schafe und Rinder fielen ihm zum Opfer. Als er sich eines Tages ein Kind aus einer Wiege holte und verschlang, beschloß man, über dem Loche eine Kirche zu bauen und sie dem hl. Georg zu weihen. Seit dieser Zeit waren die Leute von der furchtbaren Plage befreit.


Quelle: Tschinkel, Sagen aus der Sprachinsel Gottschee: Zeitschrift für österreichische Volkskunde 24, 1918, 130
Aus: Will-Erich Peuckert, Ostalpensagen, Berlin 1963, Nr. 234, Seite 131