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  Sagen zu den griechischen und Olympischen Spielen
   
  Wie die Olympischen Spiele entstanden sind kann keiner genau sagen, Thesen gibt es aber viele.
  - Die späteren Heldentaten des Herakles Bild!
  Allgemein geht man aber von einem Totenkult Leichenfeier des Patroklos, Leichenspiele des Achilles
  oder von wirklichen Sportwettkämpfen aus. Aufjedenfall standen sie mit dem Zeus-Kult in Verbindung.
  - Der Amazonenkrieg
   
  Der Zeustempel aus dem 5. Jh.v.Chr. ist wohl der Größte auf dem Gebiet der Altis (Pausanias beschreibt
  das Bauprojekt), der älteste, uns heute bekannte, stammt aber aus dem 6. Jh.v. Chr. und war der
  Hera geweiht.
   
 


Der Westgiebel des Zeustempels, Olympia
Rekonstruktion nach Treu von Kurt Lange

Jakob Burckhardt, Griechische Kultur, Berlin 1958, S. 16

   
  Dargestellt ist ein Kentaurenkampf, zu je drei Kampfgruppen in den Flügeln. In den Zwickeln je zwei liegende Frauen, die dem Geschehen beiwohnen. Auf dem Hochzeitsfest des Lapithenkönigs Peirithoos haben sich ungestüme Kentauren eingefunden und vergreifen sich an den Frauen und Knaben. Im Zentrum Apollon als Friedensstifter (andere These nennt Peirithoos), flankiert von den kämpfenden Peirithoos und Theseus. Apollon weist auf die Entführung der Braut durch den Kentaurenkönig Eurytion. Das Thema der Kentauromachie weist auf die heilige Gastfreundschaft, welche nicht verletzt werden darf.
  - Odysseus entdeckt sich den guten Hirten
   
   
  Pelops gilt als einer der Gründer von Olympia, nach ihm ist die Halbinsel Peloponnes benannt.
  Der sterbliche Pelops warb um Hippodameia, die Tochter des Königs Oinomaos von Pisa (Landstrich bei
  Olympia). Der Vater war durchs Orakel aber gewarnt, daß er den Tod durch seinen Schwiegersohn
  erfahren werde, ließ daher alle Bewerber töten und billigte Pelops einen Wettstreit auf Leben und Tod zu.
  - Pelops
  Der verliebte Jüngling konnte auf die Gunst Poseidons bauen, ließ zur Sicherheit aber durch Myrtilos den
  gegnerischen Wagen sabotieren, Metallpflöcke der Wagenräder wurden durch Wachs ersetzt. Dem
  Verräter Myrtilos wurde Reichtum und eine Nacht mit der angehenden Ehefrau Hippodameia versprochen.
  - Die letzten Tantaliden, Agamemnons Geschlecht und Haus

  Pelops gewann schließlich die Herrschaft über die Halbinsel und gründete als Zeichen seiner Dankbarkeit
  die Spiele von Olympia und das genau an der Stelle, wo der ehemalige Palast des Oinomaos stand.
  Einzig eine Säule erinnerte an den früheren Palast, um sie herum steckte er den heiligen Hain des
  Göttervaters ab, die Altis. Bei den ersten Spielen ließ Pelops das Wagenrennen und Hippodameia zu
  Ehren der Göttermutter Hera, den Wettlauf der Jungfrauen einführen.
  "Wir haben es bei der Pelops-Oinomaos-Geschichte mit vordorischem Sagengut zu tun, das ursprünglich
  im Kerngebiet der mykenischen Kultur beheimatet war." R. Günther, Olympia, 2004, S. 24.
  Eine weitere Mythenüberlieferung stammt aus dem dorischen Kulturrraum - Iamos der Seher.
   
   
  Da zu den Olympischen Spielen nur Griechen und keine Barbaren (und damit natürlich keine Sklaven)
  zugelassen waren, mußte man es verstehen das Verbot zu umgehen. Und dieses gelang durch
  Neuinterpretation der Mythen.
  Die Römer haben eine Verwandtschaft über den Helden Aeneas (Aineias) zu den Trojanern geltend
  gemacht - Der Schild des Aineias
  und schon viel früher hat der Makedone Alexander I., Sohn des Amyntas, seine Herkunft über Herakles
  auf Zeus zurückgeführt. - Die Makedonen stammen von Zeus ab
  Philpp II., ebenfalls ein makedonischer König, konnte sogar mehrer Siege im olympischen Wagenrennen
  verzeichnen. - Die Botschaft von der Geburt Alexander des Großen
  Und da waren noch die Frauen, denen der Zutritt zu den Olympischen Spielen verwehrt wurde,
  wenigstens den Verheirateten, die Jungfrauen waren als Zuschauerinnen geduldet.
  - Die Mutter bei den Olympischen Spielen
   
   
  Vom Diskuswerfen, Faustkampf und anderen Sportarten...
Polydeukes und der Bebrykenkönig
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  Kritisch und informativ...
Europa, deine Spiele
   
  Who is who im Götterhimmel ..?
   
  Und wer es bis in den heutigen Sprachgebrauch geschafft hat...