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DIE HEILIGE KORONA

Dem unzufriedenen Mesner von St. Stephan, Johann Wachter, soll sie einst um Mitternacht in der Kirche erschienen sein. Mit dem Goldschatz, den sie aus ihrer Schürze auf die Steinfliesen zu Füßen des habgierigen Mannesfallen ließ, lebte dieser in Saus und Braus Doch als Schicksalsschläge sein Leben erschütterten, verwünschte der Mesner seinen Reichtum und warfroh als er in seinem armseligen Mesnerhäuschen erwachte und erkannte, daß er den Reichtum nur im Traum erlebt hatte.

Zufrieden übte er weiterhin sein Amt aus und freute sich an seinem bescheidenen Glück.


Quelle: Der Stephansdom im alten Wien - Geschichte und Geschichten, Elisabeth Jaindl, Wien 1997, S. 40