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SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Österreich >> Wien >> Die Belagerung Wiens aus der Sicht der Türken |
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Das Standbild des Paschas Deli Seyyidî Pascha war Statthalter von Ofen; er war ein überaus
tapferer und erlauchter Glaubenskämpfer. Als zu dessen Zeit ein Kaufmann
von Ofen nach Wien reiste, raubte man ihm auf österreichischem Boden
seine Waren. Der Kaufmann kehrte zurück, richtete eine Bittschrift
an den verewigten Seyyidî Pascha und legte ihm die Sache dar. Dieser
wieder sandte dem König von Wien ein Buyuruldu (Befehlsschreiben),
in dem er schrieb: Dem Kaufmann, der von hier ausgezogen ist, hat man
auf deinem Boden seine Als der König diese Sache erfuhr, da wurde ihm der Hut zu eng, und er ließ in der Kirche nach jenem Geistlichen forschen. Der war nicht dort. Er fragte: "Wie konnte das geschehen, daß dieser Geistliche in Verlust geraten ist?" Man antwortete: "Vierzig Männer sind gekommen, und der Geistliche war verschwunden!" Plötzlich ging dem König ein Licht auf: Er war es, der aus Wien und der Kirche den Mönch entführte. Mir ist klar, daß ich noch um Wien komme. Sofort schickte er das, was dem Kaufmann geraubt worden war, von sich aus ab. Und sogleich errichtete er in Wien in der Leopoldstädter Vorstadt das Standbild dieses Glaubenshelden Seyyidî Pascha. Er steht da, auf dem Kopf einen gitterartigen Turban und darauf eine goldene Aigrette. Jenen Geistlichen läßt er vor sich knien, in der rechten Hand hält er ein Schwert, um ihm den Kopf abzuschlagen. So steht er da. Quelle: Teply, Karl, Türkische Sagen und Legenden
um Wien, die Stadt des Goldenen Apfels der Deutschen, in: Österreichische
Zeitschrift für Volkskunde 31 (1977), 225 - 284;
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