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Die weiße Frau in Wien

In der Wiener Hofburg liegt in einem tiefen Keller ein Schatz versteckt, den die weiße Frau behütet und, man weiß nicht wann, einem Würdigen anvertrauen wird. Sie zeigte sich wiederholt im Kontrollgang. Ihr letztes Erscheinen wird mit dem Tode des Kronprinzen Rudolf und mit der Ermordung der Kaiserin Elisabeth in Verbindung gebracht.

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Im Theresianum erschien die weiße Frau einmal einem an Scharlach krank darniederliegenden Zögling von altem Adel. Der Zögling starb auch bald darauf. Der Torwächter, der die weiße Frau vorüberhuschen sah, verfiel in ein Nervenfieber.

Quelle: Die Sagen und Legenden der Stadt Wien, herausgegeben von Gustav Gugitz, Wien 1952, Nr. 46, S. 67
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Anja Christina Hautzinger, April 2005.