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Die gebannten Dämonen Vor uralten Zeiten trieben in und um die Stephanskirche drei Teufel ihr
arges Spiel. Man nannte sie Luziferl, Spirifankerl und Springinkerl. Luziferl
war der tollste und gefährlichste unter ihnen, und ihm legte man
auch zur Last, daß der zweite Turm unausgebaut geblieben ist. Um
zu verhindern, daß der Turm vollendet werde, begab sich nämlich
Luziferl eines Tages verkleidet auf diesen, lockte den Baumeister unter
einem Vorwande zu einem Vorsprung des Baues, von wo er ihn hinabstürzte.
Man verfolgte den bösen Luziferl, bis es endlich gelang, seiner habhaft
zu werden. Bald darauf fing man auch den Spirifankerl und den Springinkerl
ein, die im Dome fortwährend herumsprangen und den Gläubigen
allerlei Bosheiten antaten, und steckte schließlich alle drei bösen
Geister in den Käfig an der Kirchenwand, aus dem sie sich nicht befreien
konnten, bis sie am Ende zu Stein wurden. Quelle: Die Sagen und Legenden
der Stadt Wien, herausgegeben von Gustav Gugitz, Wien 1952, Nr. 35, S.
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Für SAGEN.at korrekturgelesen von Anja Christina Hautzinger, April 2005 |