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Namenlos und Unbekannt - Friedhof der Namenlosen Dort. wo die Donau Wien an der Grenze zu Schwechat verlässt, liegt
versteckt hinter den Hafenanlagen des Alberner Hafens der Friedhof der
Namenlosen. Hier, am Stromkilometer 1918, bildete die Donau eine Verwirbelung,
sodass gerade hier fast alle Wiener Wasserleichen ans Ufer gespült
wurden. Im Jahre 1948 wurde an dieser Stelle ein Friedhof angelegt. Bis
1900 fanden 478 Unglückliche ihre letzte Ruhe. Ihre Namen kannte
niemand mehr und ihre sterblichen Überreste waren oft bis zur Unkenntlichkeit
entstellt. Mit den damaligen Mitteln der forensischen Medizin war eine
Identifikation nicht mehr möglich. So wurden sie hier ohne großen
Aufwand begraben. Der Friedhof wurde durch Hochwässer immer wieder zerstört oder verunstaltet. So entschloss man sich einen neuen Friedhof auf der anderen Seite des Dammes zu errichten: Friedhof der Namenlosen
Friedhof der Namenlosen
Friedhof der Namenlosen
Friedhof der Namenlosen
Getreidespeicher des Alberner Hafens
aus dem Jahr 1939
Friedhof der Namenlosen
Heute wird der Friedhof der Namenlosen von der Alberner Hafengesellschaft
und der Gemeinde Wien erhalten. Er ist ein Platz der Ruhe und Besinnung.
Da er so abgelegen ist, kommt man nicht "vorbei", man muss "hinfahren",
den Damm überqueren und ist dann alleine mit den Namenlosen. Unweigerlich
kommen einem so manche Gedanken, die man in der Hektik des Alltages vergisst
.. Weg zum Friedhof der Namenlosen
"Tief im Schatten alter Rüstern Still ist's in den weiten Augen Alle die sich hier gesellen
Quelle: © Harald Hartmann, September 2005 |