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DER SCHLOßGUGGER

Im Oberdorferschloß wohnte einst ein Graf, der sein Geld durchgebracht hatte. Dieser Graf besaß einen Knecht, der sehr sparsam war und ein ganz nettes Geld beisammen hatte. Um dieses zu bekommen, erschlug der Graf den Knecht und vergrub ihn im Schloßkeller, sodaß niemand erfuhr, wohin er gekommen. Nun führte der Graf sein altgewohntes Leben weiter, doch immer sah er den Knecht vor sich, den er getötet. Nach seinem Tode mußte der Graf als „der Schloßgugger" herumgeistern.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 54