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DIE PEST IN KEHLEGG

1628, als die Pest in Dornbirn wütete, blieb Kehlegg von der Seuche verschont. Da meinten die Kehlegger, das käme von ihrem vorbildlichen Lebenswandel und machten den Talbewohnern Vorhalte, daß sie nicht auch so vorbildlich gelebt hätten, sonst wären auch sie vom großen Sterben verschont geblieben.

Einige Jahre später wurde auch Kehlegg von der Seuche heimgesucht und zwar so stark, daß nur zwei Männer vom ganzen Dörflein übrig geblieben sind.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 84