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DER KLUSHUND IM PFELLER

In alten Tagen nahm die Postkutsche ihren Weg von Bregenz nach Dornbirn durch den Pfeller, den großen Wald zwischen Schwarzach und Haselstauden.

Einstens erkrankte ein Postkutscher, und seine Frau übernahm die Fuhrwerkerei. Eines abends fuhr sie mit der Kutsche von Schwarzach herauf. Plötzlich sprang ein schwarzer Hund aus dem Wald und auf den Wagen. Die Frau machte sich nichts daraus und fuhr weiter. Aber nach kurzer Zeit begannen die Pferde zu schwitzen, daß sie kaum mehr weiterkamen. Es war, als hätte man die Räder mit Harz bestrichen. Da bekam die Frau es mit der Angst zu tun. Zum Glück sprang der Hund hinter dem Pfeller ab. Die Rosse zogen wieder leichter und schwitzten nicht mehr.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 25