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DER KLUSHUND

Oft sah man den Klushund auf der alten Straße zwischen Dornbirn und Hohenems. Als er wieder einmal, ums Zunachten, dieses Weges lief, kam er in die Lehmgasse und trottete in ein Haus, abseits der Straße, wo ein alter Schreiner seine Arbeit beendete. Der Mann empfing ihn freundlich und gab ihm zu fressen. Dann lief der Klushund seines Weges weiter und wird wohl heute noch die alten Wege gehen. -

Manchmal rastete der Klushund auch in der Riedgasse, im Läubele des Hauses Nummer 27. Er hat nur ein Auge, das mitten auf der Stirne sitzt und glüht. -

Vom Kehlerbach bis zur Weppachbrücke lief früher, entlang dem Waldhang, ein Weglein. Nach dem Ave-Maria-Läuten durfte kein Kind mehr dieses Weglein gehen, denn dort geisterte dann der Klushund. Auch beim Schloßguggerhaus hat man vor Zeiten den Klushund des öftern gesehen.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 24