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DAS GOLDENE KEGELSPIEL AUF BURG

Früher hausten Raubritter „auf Burg". Ein unterirdischer Gang ging von Burg durch den Pfellerwald bis nach Schwarzach. In ihm versteckten die Ritter allerhand geraubte Waren und auch das goldene Kegelspiel. —

Als die Appenzeller das Rheintal verwüsteten, flohen die Ritter, um nicht getötet zu werden, und vergruben alle Schätze, die sie nicht mitnehmen konnten, darunter ihr goldenes Kegelspiel. Es liegt unter dem Felsen, von dem man die schöne Aussicht auf den See hat. Zu diesem Felsenstübchen führt eine Steintreppe. Jeder Kegel ist einen halben Meter hoch und jede Kugel, wie zwei Enteneier groß.

Einmal wird die Zeit kommen, in der das goldene Kegelspiel, zum Segen der armen Leute von Haselstauden, gefunden wird.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 52